Das Lohrheidestadion in Wattenscheid war ausverkauft: Bei der Leichtathletik-DM 2026 feierten 14.000 Fans drei nationale Titelkämpfe an einem Standort.
Stell dir vor: ausverkauftes Stadion, tosender Applaus und drei Deutsche Meisterschaften innerhalb weniger Wochen – das war der Leichtathletik-Sommer in Wattenscheid! Das Lohrheidestadion hat sich zur heißesten Sportstätte in NRW gemausert, und die Stimmung war laut einer der Beteiligten schlicht „unbeschreiblich“.1
Was Wattenscheid diesen Sommer auf die Beine gestellt hat, gab es in der Form noch nie: Die U18-DM, die U23-DM und die Aktiven-DM – alle drei großen nationalen Titelkämpfe an einem einzigen Standort. DLV-Vorständin Kristin Behrens zog bereits am Samstagabend ein klares Fazit: „Das Konzept hat sich bewährt und ich glaube, wir haben einen richtigen Anlauf genommen zu unserem nationalen Saison-Höhepunkt hier in Wattenscheid.“1
Für den Deutschen Leichtathletikverband war das laut Behrens ein echtes Novum – und offenbar ein voller Erfolg. Wattenscheid ist damit nicht nur ein nostalgischer Rückkehrer, sondern ein ernsthafter Player auf der nationalen Leichtathletik-Landkarte.1
14.000 Zuschauer, lange Schlangen schon früh morgens an den Eingängen – das Lohrheidestadion war restlos ausverkauft. Kein Wunder: Die Anlage wurde nach fast zweijähriger Renovierung erst im Vorjahr wiedereröffnet. Mehr als 50 Millionen Euro flossen in den Umbau, um das Stadion zur modernsten Leichtathletik-Arena Deutschlands zu machen – so zumindest bezeichnete es Michael Huke, Manager beim TV Wattenscheid, bei der Wiedereröffnung.1
Zuletzt hatten hier im Jahr 2012 Aktiven-Titelkämpfe stattgefunden. Davor waren es 2002 und 2005. Dann folgte eine lange Pause – erst die umfassende Sanierung machte die Rückkehr möglich. Und wie!1
Im Stadion war die Mischung einfach top: Jung und Alt, Familien, Leichtathletik-Nerds und Gelegenheitsfans. Auf den Rängen und Wegen liefen immer wieder auch die Athletinnen und Athleten selbst – mal feuerten sie sich gegenseitig an, mal analysierten sie ihren gerade absolvierten Wettkampf mit Freunden und Familie.1
Groß war der Jubel, wenn die Stars vorgestellt wurden: Sprinter Owen Ansah, Gina Lückenkemper und die Hochspringer um Tobias Potye bekamen mächtig Applaus. Sprint-Star Rebekka Haase war bei den Fans ebenfalls heiß begehrt – Selfies inklusive. Nicht jede Idee der Veranstalter zündete (die „Dance-Cam“ sorgte eher für verlegene Blicke), aber insgesamt lobte Behrens zu Recht die „Riesen-Stimmung“ im Rund.1
Besonders emotional war das Wochenende für Favour Adesokan vom TV Wattenscheid. Die 18-jährige Schülerin trat im Diskuswurf-Finale an und landete auf Rang acht mit 53,74 Metern. Für sie war das Ergebnis zwar nicht ganz zufriedenstellend – „Ich hätte noch zwei, drei Meter drauflegen wollen“ – aber das Erlebnis war für sie etwas ganz Besonderes.1
„Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl. Es ist so ein tolles Stadion. Die Stimmung war krass“, schwärmte Adesokan nach dem Wettkampf. Schon bei der U18- und U23-DM im Juli stand sie im heimischen Lohrheidestadion im Ring – die Aktiven-DM war nun der krönende Abschluss dieses außergewöhnlichen Leichtathletik-Monats für sie. Und die Unterstützung? Maximal: „Familie und Freunde waren da. Teilweise waren Leute aus meiner Schule da, mit denen ich gar nicht gerechnet habe.“1
Das Feedback der Athletinnen und Athleten zum Standort war durchweg positiv. „Die Akustik, die Atmosphäre, die kurzen Wege – es sind alle begeistert“, so DLV-Vorständin Behrens. „Man hat den Standort wirklich aus Athletensicht mitgedacht.“1
Und das Beste: Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Behrens stellte klar, dass Wattenscheid auch in Zukunft ein wichtiger nationaler Leichtathletik-Standort bleiben soll. Weitere Großevents sind also in Aussicht – wir sind dabei!1
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