Singlehaushalte am Niederrhein auf Rekordhoch: Die Zahl der Alleinlebenden in Krefeld und Viersen steigt weiter.
Am Niederrhein leben immer mehr Menschen allein. Die Zahl der Singlehaushalte ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen, insbesondere in Städten wie Krefeld und Kreisen wie Viersen. Singlehaushalte stellen inzwischen die häufigste Wohnform in der Region.
Das Statistische Bundesamt bestätigt einen deutlichen Anstieg der Einpersonenhaushalte am Niederrhein. In Krefeld lebten vor 20 Jahren rund 47.000 Menschen allein – heute sind es 57.000. Ein besonders starker Zuwachs findet sich zudem im benachbarten Kreis Viersen.
In Krefeld stieg die Zahl der Singlehaushalte laut Statistischem Bundesamt um mehr als 20 Prozent. Im Kreis Viersen ist die Entwicklung sogar noch markanter: Dort nahm der Anteil der Singlehaushalte um mehr als 40 Prozent zu. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Haushalte mit mehreren Personen weiter.
Die Veränderungen werden von einer alternden Bevölkerung verstärkt. Immer mehr Menschen leben auch im hohen Alter allein, so das Statistische Bundesamt. Die Entwicklungen betreffen sowohl städtische als auch ländliche Gebiete am Niederrhein.
Die Entwicklung am Niederrhein steht exemplarisch für ganz Nordrhein-Westfalen. Der Trend zu Einpersonenhaushalten wird durch demographische Faktoren, gesellschaftliche Veränderungen und das Älterwerden der Bevölkerung angetrieben.
Der Anteil der Singlehaushalte dürfte weiter steigen. Die Herausforderungen für Stadtplanung, Wohnungsbau und das soziale Miteinander wachsen damit ebenso. Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme alleinlebender Menschen, wodurch sich die Anforderungen an die Infrastruktur und gesellschaftliche Angebote in der Region verändern könnten.
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