Mönchengladbach: Ermittlungen gegen Polizei-Führungskräfte wegen Mobbing und Fehlverhalten.
In Mönchengladbach sind drei Führungskräfte des Polizeipräsidiums vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Gegen die Männer stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum, darunter Mobbing und der Einsatz sexualisierter Sprache gegenüber Kolleginnen und Kollegen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Gegen drei männliche Führungskräfte der Polizei Mönchengladbach laufen Ermittlungen aufgrund schwerer Vorwürfe. Konkret geht es um grenzüberschreitendes Führungsverhalten, Mobbing, sexualisierte Sprache und weiteres Fehlverhalten gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten. Die Polizei hat diese drei vorläufig vom Dienst suspendiert. taz
Die Beschuldigten sind Teil einer 18-köpfigen Dienstgruppe und Männer mit Führungsaufgaben. Neben den drei Suspendierten stehen noch weitere Beamte unter Verdacht. Wie viele konkret betroffen sind, ist laut Polizei nicht bekanntgegeben worden. Die Polizei Aachen hat die Ermittlungen übernommen. Disziplinarrechtliche Maßnahmen wurden ebenfalls eingeleitet. taz
Die Vorwürfe betreffen Vorfälle, die teilweise bereits mehrere Jahre zurückliegen sollen. Die Betroffenen des Fehlverhaltens sind laut Polizei zwischen 20 und 40 Jahren alt. Die Vorwürfe wurden Mitte April im Präsidium bekannt und etwa zehn Tage später öffentlich gemacht. taz
NRW-Innenminister Herbert Reul betont, dass Polizeibeamte grundsätzlich ein tadelloses Verhalten zeigen müssten. Besonders Führungskräfte stünden in der Verantwortung, respektvolles und integres Verhalten vorzuleben. Laut Polizeipräsident Stephan Zenker widerspricht das beschuldigte Verhalten den Werten der Polizei Nordrhein-Westfalen und werde nicht geduldet. taz
Die Ermittlungen der Polizei Aachen und der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach laufen weiter. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) NRW, Patrick Schlüter, begrüßt die Aufklärung und verweist auf die Unschuldsvermutung bis zum Abschluss der Ermittlungen. Die Dienstgruppen wurden neu aufgestellt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. taz
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