Neusser Hilfe für die Ukraine: Solidaritätspartnerschaft ermöglicht große medizinische Lieferung nach Pawlohrad. Alle Fakten hier.
Die vom Krieg gezeichnete ostukrainische Stadt Pawlohrad erhält dringend benötigte humanitäre und medizinische Unterstützung. Seit kurzem besteht eine Solidaritätspartnerschaft zwischen Pawlohrad sowie der Stadt Neuss und dem Rhein-Kreis. Im Fokus steht die medizinische Versorgung der Bevölkerung in unmittelbarer Nähe zur Front.
Im Schulterschluss haben der Verein „Neuss hilft“ und die St. Augustinus Gruppe die größte medizinische Lieferung seit Beginn des Krieges in die Ukraine organisiert. Über 30 Paletten mit wertvollen medizinischen Hilfsgütern und Medizingeräten wurden für das städtische Krankenhaus in Pawlohrad auf den Weg gebracht. Darunter befinden sich ein C-Bogen Röntgensystem, moderne Ultraschall- und Bluttransfusionsgeräte, Infusionspumpen, Inkubatoren und Wärmebettchen für Neugeborene, umfangreiches Operationsmaterial, Notfallsets und mehr (Stadt-Kurier).
Das Krankenhaus in Pawlohrad behandelt rund um die Uhr sowohl verwundete Zivilisten als auch Soldaten in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Neurologie. Es ist zudem die einzige Einrichtung der Region mit stationärer Versorgung für Kinder und Frauen rund um die Geburt. Aufgrund der schweren Kriegslage ist das Krankenhaus am Limit und auf externe Hilfe angewiesen.
Der Geschäftsführer der St. Augustinus Gruppe, Andreas Degelmann, betonte: „Gemeinsam können wir etwas bewegen und Hoffnung schenken.“ Serhij Ostrenko, Sekretär des Stadtrates von Pawlohrad, stellte klar, wie sehr die Bevölkerung und Geflüchtete auf solche Hilfe angewiesen sind.
Dank der Solidaritätspartnerschaft haben Initiativen aus dem Rheinland die Möglichkeit, direkte, wirksame Hilfe für die Ukraine zu leisten. Die Aktion zeigt, dass Engagement lokaler Vereine und Unternehmen aus NRW einen Unterschied in Krisenregionen machen kann. Die Zusammenarbeit steht zudem für ein starkes Zeichen europäischer Solidarität („Der Sieg wird der Ukraine und der ganzen zivilisierten und demokratischen Welt gehören.“).
Die partnerübergreifende Hilfsaktion unterstreicht die Effizienz zivilgesellschaftlicher und unternehmerischer Solidarität auch in Zukunft. Weitere gemeinsame Aktionen dieser Art können essenziell sein, um medizinische Versorgung und Hoffnung in von Krieg betroffene Regionen zu bringen.
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