Verbraucherreport 2025: Schutz beim Online-Shopping bleibt unzureichend, Probleme weit verbreitet.
Online-Shopping gehört für die meisten Menschen in NRW zum Alltag – doch viele fühlen sich dabei nur unzureichend geschützt. Der Verbraucherreport 2025 des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt große Defizite beim Schutz vor irreführender Werbung, versteckten Kosten und unseriösen Anbietern auf. Besonders häufig werden Probleme bei Lieferzeiten, Produktqualität und dem Kundenservice gemeldet. Verbraucherzentrale.
65 Prozent der befragten Verbraucher:innen fühlen sich beim Online-Shopping eher nicht oder gar nicht vor irreführender Werbung oder versteckten Kosten geschützt. Nur beim Widerruf oder der Rückgabe von Online-Käufen fühlen sich 71 Prozent der Befragten gut abgesichert. 78 Prozent der Befragten hatten in den vergangenen zwei Jahren Probleme beim Online-Einkauf. Dabei berichteten 55 Prozent über zu lange Lieferzeiten, 51 Prozent über einen schlecht erreichbaren Kundenservice und 49 Prozent über mangelhafte Produktqualität.
Die Daten stammen aus einer repräsentativen Telefonbefragung des Meinungsforschungsinstituts forsa im September 2025. Im ersten Halbjahr 2025 gingen über 165.000 Verbraucherbeschwerden bei den Verbraucherzentralen ein – ein Anstieg um 14 Prozent zum Vorjahr. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Beschwerden betraf digitale Angebote.
Auch Verbraucher:innen in NRW sind von diesen Entwicklungen direkt betroffen: Schwierigkeiten beim Online-Shopping belegen den wachsenden Handlungsbedarf im Verbraucherschutz. Digitale Angebote werden immer wichtiger, gleichzeitig steigen jedoch die Probleme mit unseriösen Händlern, betrügerischen Webseiten und mangelnder Transparenz. Die Verbraucherzentralen in NRW unterstützen Ratsuchende – zum Beispiel durch persönliche Rechtsberatung, die online und vor Ort wie in der Beratungsstelle Bonn zugänglich ist.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert von EU und Bundesregierung einen dringenden Ausbau des digitalen Verbraucherschutzes. Im Fokus stehen klare Regeln gegen manipulative Designs, die etwa versteckte Kosten oder irreführende Klickstrecken fördern. Verstöße müssen künftig konsequent verfolgt werden. Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Handlungsdruck bleibt groß, wenn Verbraucher:innen langfristig sicherer im Netz einkaufen sollen.
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