Beim Rhine Clean Up in Köln kamen eine Weltkriegsgranate, 70.000 Kippen und römische Scherben ans Licht. Alle kuriosen Funde der Aufräumaktion im Überblick.
Der Rhein hat so einiges auf dem Gewissen – und beim diesjährigen „Rhine Clean Up“ kam das buchstäblich ans Ufer. Tausende Freiwillige haben sich wieder aufgemacht, um Rhein, Ruhr und Co. von Müll zu befreien. Dass dabei nicht nur Plastikflaschen und Glasscherben auftauchen würden, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. Die Ergebnisse sind beeindruckend – und manchmal auch ziemlich krass.1
In Köln war die sogenannte KRAKE-Aktion am Start – das steht für „Kölner Rhein-Aufräumen-Kommandoeinheit“. 350 Menschen packten an und sammelten insgesamt 1,8 Tonnen Müll. Klingt schon heftig, oder? Aber was sie dabei alles entdeckt haben, toppt das noch:1
Das Niedrigwasser der letzten Wochen hat dafür gesorgt, dass so einiges ans Licht gekommen ist, was jahrelang im Schlamm verborgen war. Besonders große Teile konnten übrigens noch gar nicht abtransportiert werden – die warten jetzt auf schweres Gerät der kommunalen Behörden.1
Allein in Düsseldorf packten rund 6.000 Helfer mit an. Mit dabei war auch NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne), der sich mit langer Zange und großem blauem Abfallsack auf den Düsseldorfer Rheinwiesen die Hände schmutzig machte – in einem guten Sinne natürlich. Von den deutschlandweit gesammelten 300 Tonnen Müll entfielen allein 30 Tonnen auf Düsseldorf, hauptsächlich Plastik und Glas.1
Bundesweit waren laut Schlussbilanz rund 40.000 Menschen aktiv – an Rhein und 30 weiteren Flüssen. In NRW beteiligten sich auch Initiativen entlang von Ruhr, Lippe und Niers. Auch in Köln, Bonn und am Niederrhein war die Beteiligung stark.1
Die Veranstalter bezeichnen das „Rhine Clean Up“ als „größte Müllsammelaktion Mitteleuropas“ – und die Zahlen sprechen für sich. Was 2018 als reine Rhein-Aktion startete, hat sich mittlerweile auf viele weitere deutsche Flüsse ausgeweitet. Jedes Jahr am zweiten Samstag im September heißt es: Ärmel hochkrempeln und ran an den Müll.1
Wie ist das in meinen Rhein gekommen? Genau diese Frage treibt die Ehrenamtlichen an – und zum Glück auch immer mehr Menschen in NRW. Wenn du beim nächsten Mal dabei sein willst, lohnt es sich, die Aktion im Blick zu behalten. Dein Einsatz macht einen echten Unterschied – das zeigen die Funde aus Köln eindrucksvoll.
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