Schulbustaxi Rhede: Kind rassistisch beleidigt – Fakten, Reaktionen, Konsequenzen und Ermittlungen. Alle Details zum aktuellen Fall.
In Rhede, Kreis Borken, steht ein Begleiter eines Schulbustaxis unter dem Verdacht, einen neunjährigen Jungen rassistisch beleidigt und bedroht zu haben. Der erschütternde Vorfall sorgt aktuell für Diskussionen und Konsequenzen im Schul- und Transportwesen der Region.
Der mutmaßliche Vorfall ereignete sich am Montag auf der Rückfahrt von der Hans-Christian-Andersen-Schule. Auf Videos, die dem WDR vorliegen, ist zu hören, wie der erwachsene Busbegleiter einen Neunjährigen mit den Worten „Ich hau dich kaputt irgendwann, du scheiß Kanacken-Blage“ bedroht und beleidigt. Während andere Kinder auf das Opfer einschlagen, lacht der Mann. Der Vater des betroffenen Jungen, Mohammed O., hat Anzeige bei der Polizei wegen Körperverletzung und rassistischer Beleidigung erstattet.
Die betroffenen Kinder besuchen eine Förderschule in Südlohn. Laut Vater habe es in den vergangenen Wochen wiederholt ähnliche Vorfälle gegeben. Nach der Konfrontation mit dem Busunternehmen wurden die beiden Söhne von der weiteren Nutzung des Schulbustaxis ausgeschlossen. Nach Angaben des Kreises Borken besteht keine Beförderungspflicht, beauftragte Unternehmen können bei Verstößen gegen die Busordnung Schüler ausschließen.
Das Busunternehmen hat den beschuldigten Begleiter vorläufig von der Arbeit freigestellt und äußert sich bislang nicht weiter. Der Kreis Borken als Schulträger steht im Austausch mit dem betroffenen Vater, der Schule und dem Unternehmen. Dem Vater wurde ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, er möchte seine Kinder jedoch nicht damit fahren lassen und fährt sie aktuell selbst. Die Vorwürfe sind nach Angaben des WDR nun ein Fall für den polizeilichen Staatsschutz in Münster.
Ein Erwachsener, der ein Kind rassistisch beleidigt, müsse Konsequenzen spüren, so der Vater. Die Ermittlungen der Polizei laufen. Auch der weitere Umgang mit der Schülerbeförderung steht zur Diskussion. Konkrete Maßnahmen und zukünftige Präventionskonzepte könnten folgen.
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