Im Duisburger Dellviertel wurde ein 65-Jähriger brutal ausgeraubt – dank eines aufmerksamen Zeugen fasste die Polizei die Tatverdächtigen noch am selben Tag.
Was für ein Montagmorgen im Duisburger Dellviertel: Ein 65-jähriger Mann wollte gerade in ein Taxi einsteigen, als er Opfer eines brutalen Raubes wurde. Ein Duo soll ihn am 3. August um 6 Uhr auf der Friedrich-Wilhelm-Straße angegriffen, verletzt und ausgeraubt haben – und das war leider kein Einzelfall, der einfach unbemerkt bleibt.1
Laut Polizei schlug ein Unbekannter den 65-Jährigen mit Fäusten und einem Fahrradschloss, während eine Frau an der Tat beteiligt gewesen sein soll. Als wäre der Angriff nicht genug, entwendete der Tatverdächtige dem Mann auch noch eine Geldbörse aus der Hosentasche. Rettungskräfte versorgten den Verletzten noch vor Ort.1
Danach flüchteten beide Tatverdächtige auf einem E-Scooter über die Düsseldorfer Straße in Richtung Burgacker – und das wäre vielleicht ihr Entkommen gewesen, wenn da nicht ein aufmerksamer Zeuge gewesen wäre.
Ein 45-jähriger Mann beobachtete den gesamten Vorfall und verständigte sofort die Polizei. Noch besser: Er lieferte den Beamten nicht nur eine Personenbeschreibung, sondern auch Fotos der Tatverdächtigen. Das war am Ende Gold wert.1
Die Hartnäckigkeit der Beamten zahlte sich aus. Gegen 13:45 Uhr – also rund sieben Stunden nach der Tat – entdeckten Polizisten im Immanuel-Kant-Park einen 36-jährigen Mann und eine 21-jährige Frau, auf die die Personenbeschreibungen passten. Beide wurden vorläufig festgenommen.1
Das Kriminalkommissariat 13 übernahm die Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde der 36-Jährige einem Haftrichter des Amtsgerichts Duisburg vorgeführt – und sitzt nun in Untersuchungshaft. Bei der 21-jährigen Frau erhärtete sich der dringende Tatverdacht nicht, weshalb sie auf freien Fuß gesetzt wurde. Beide müssen sich jedoch mit einem Strafverfahren wegen schweren Raubes auseinandersetzen.1
Dieser Vorfall macht deutlich, wie wichtig aufmerksame Zeugen für die Polizeiarbeit sind. Ohne den 45-Jährigen, der nicht weggeschaut hat, wäre die schnelle Festnahme der Tatverdächtigen in dieser Form wohl nicht möglich gewesen. Fotos, eine genaue Beschreibung und der direkte Anruf bei der Polizei – das war hier der entscheidende Unterschied.1
Bleibt zu hoffen, dass dem 65-jährigen Opfer schnell geholfen werden kann und er sich gut erholt. Und dass der Fall zeigt: Wegsehen lohnt sich nicht – hinschauen schon.
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