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„Totaler Unsinn“ – Reul verteidigt Merz nach Waldbrand-Besuch im Hürtgenwald
29. August 2026

NRW-Innenminister Herbert Reul verteidigt Kanzler Merz nach dessen spätem Besuch im Waldbrandgebiet Hürtgenwald – und nennt die Kritik daran „totalen Unsinn“.

NRW-Innenminister springt Kanzler zur Seite

Die Diskussion brodelt: Warum kam Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erst nach seinem Urlaub ins Waldbrandgebiet bei Hürtgenwald? NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat dazu eine klare Meinung – und die hat er in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ auch deutlich ausgesprochen. Die ganze Debatte darum, wer wann vor Ort war, sei „totaler Unsinn“, sagte Reul in der Sendung, die am späten Freitagabend ausgestrahlt wurde.1

Reul: Auch er selbst hat gestört

Reul ging in der Talkshow noch einen Schritt weiter und wurde dabei richtig ehrlich: Bei seinem eigenen Besuch während der noch laufenden Löscharbeiten habe er die Einsatzkräfte eigentlich gestört. „Beim Rumlaufen“ sei er den Helferinnen und Helfern im Weg gewesen – und trotzdem war ihm der Besuch wichtig. Sein Ziel? Den Menschen zeigen: „Ich stärke euch den Rücken – ohne, dass ich helfen kann. Ich kann doch nicht löschen.“1

Außerdem verriet Reul, dass er wegen des verheerenden Waldbrands seinen eigenen Sommerurlaub komplett hatte ausfallen lassen.1

Was steckt hinter dem späten Besuch von Kanzler Merz?

Merz war in die Kritik geraten, weil er erst nach seinem Urlaub und dem Ende der Löscharbeiten nach Hürtgenwald gereist war. Doch der Kanzler hatte dazu vor Ort eine Erklärung: Er habe während des Brandes mehrfach mit Landrat Ralf Nolten (CDU) telefoniert und angeboten zu kommen. Die Antwort des Landrats sei gewesen: „Kommen Sie danach.“1

Heißt im Klartext: Merz hat sich an den Wunsch vor Ort gehalten – und kommt trotzdem unter Beschuss. Für Reul ist das schwer nachvollziehbar.

Der Waldbrand bei Hürtgenwald – ein historisches Ausmaß

Zur Einordnung: Das Feuer in der Eifel war Mitte August ausgebrochen und hatte sich zum größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entwickelt. Die Flammen waren erst nach einer Woche gelöscht – eine Woche, in der Einsatzkräfte aus der ganzen Region alles gegeben haben.1

Fazit: Debatte oder echte Kritik?

Ob man Reuls Sichtweise teilt oder nicht – die Frage, wann welcher Politiker vor Ort erscheint, beschäftigt die Menschen in NRW. Klar ist: Der Waldbrand bei Hürtgenwald war ein Ausnahmeereignis, das die Region bis heute bewegt. Alles Wichtige rund um NRW hörst du bei Antenne NRW – immer nah dran, immer auf dem Laufenden auf antenne.nrw.

Quellen

  1. „Totaler Unsinn“ – Reul springt Merz im „Kölner Treff“ zur Seite – Kölner Stadt-Anzeiger


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