Vom 9. bis 16. November ist die Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen komplett gesperrt. Alle Infos zu Ersatzverkehr, Bauarbeiten und Fahrplanänderungen.
Wer zwischen Emmerich und Oberhausen oder sogar bis in die Niederlande pendelt, sollte sich den November dick im Kalender markieren. Von Montag, 9. November, 21 Uhr, bis Montag, 16. November, 21 Uhr, ist die Bahnstrecke zwischen Arnhem und Oberhausen komplett dicht. Grund dafür ist der dreigleisige Ausbau, an dem die DB InfraGO schon länger arbeitet. Auf der rund 73 Kilometer langen Strecke wird in dieser Woche richtig viel gebaut: Gleise, Weichen, Brücken, Bahnübergänge und Schallschutzwände stehen auf dem Programm.
In Hamminkeln-Mehrhoog, Rees-Haldern und Rees-Empel kümmern sich die Bauteams um Kampfmittelsondierungen und Kabeltiefbauarbeiten, außerdem werden Leitungen umverlegt. In Emmerich werden während der Sperrung die Bahnübergänge an der Kerstenstraße und am Schwarzen Weg geschlossen. Dazu kommen Vegetationsarbeiten, Kampfmittelsondierungen und Vermessungen.
Auch in Oberhausen, Dinslaken, Voerde und Wesel wird kräftig gewerkelt: Laut bahnblogstelle.com wird in Oberhausen ein neuer Brückenträger an der Straßenüberführung Weierstraße eingebaut und der Bahnübergang Rosastraße zurückgebaut. In Dinslaken und Voerde stehen Arbeiten an Stationen, Schallschutzwänden und Bahnübergängen an. In Wesel laufen Erd-, Kabeltiefbau- und Gründungsarbeiten, zudem soll dort Gleis 2 am Bahnhof wieder in Betrieb gehen.
Für alle, die regelmäßig mit dem RE 19 unterwegs sind: Die Züge fallen zwischen Oberhausen Hbf und Arnhem Centraal sowie zwischen Wesel Hbf und Bocholt komplett aus. Stattdessen kommen Schnellbusse zwischen Oberhausen, Wesel, Emmerich, Emmerich-Elten, Zevenaar und Arnhem Centraal zum Einsatz. Zusätzlich fahren Busse mit allen Zwischenhalten zwischen Oberhausen und Emmerich sowie zwischen Wesel und Bocholt.
Wie bahnblogstelle.com berichtet, sind auch die Linien RE 5, RE 19, RE 44 und RE 49 auf Teilabschnitten betroffen – auch hier springen Ersatzbusse ein. Wer im Fernverkehr Richtung Amsterdam unterwegs ist, muss ebenfalls umplanen: Die Züge werden zwischen Köln und Utrecht umgeleitet. Die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem Centraal entfallen dabei komplett, dafür gibt es zusätzliche Stopps in Mönchengladbach und ’s-Hertogenbosch. Laut Mitteilung der Bahn verlängert sich die Fahrzeit dadurch um etwa 30 Minuten – also lieber etwas mehr Puffer einplanen, wenn ihr einen Anschluss erwischen müsst.
Die Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen gehört zum europäischen Güterverkehrskorridor von Rotterdam nach Genua. Mit dem dreigleisigen Ausbau sollen laut Bahn künftig mehr Kapazität und bessere Betriebsabläufe möglich sein – kurzfristig heißt das aber erstmal: Geduld haben, Ersatzverkehr nutzen und Fahrpläne checken, bevor ihr losfahrt. Weitere Infos zum Gesamtprojekt gibt’s auf der Projektseite der Bahn unter emmerich-oberhausen.de.
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