Foto wurde mit
KI generiert
Warnstreik im öffentlichen Dienst: Tarifrunde in NRW spitzt sich zu
9. Februar 2026

Warnstreik im öffentlichen Dienst: In NRW stocken die Tarifverhandlungen. Beschäftigte verlangen 7% mehr Gehalt.

Im öffentlichen Dienst in NRW spitzt sich die Tarifrunde 2026 zu: Am 4. Februar legten Beschäftigte ganztägig die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft ver.di reagierte damit auf zwei ergebnislose Verhandlungsrunden und fordert eine deutliche Gehaltserhöhung.

Worum es geht

Beschäftigte unter anderem der Uniklinik Düsseldorf, der Heinrich-Heine-Universität, der Hochschule Düsseldorf, von IT.NRW, aus der Finanzverwaltung sowie der Bezirksregierung beteiligten sich an einem ganztägigen Warnstreik. Ziel ist es, vor der nächsten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen. Auch bei der AOK in Düsseldorf gab es erste Streikaktionen. (Ddorf-Aktuell, Antenne Düsseldorf)

Die wichtigsten Fakten

Ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um vor allem die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen. Neben den finanziellen Forderungen will die Gewerkschaft eine unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung und eine Erhöhung sämtlicher Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte durchsetzen. Die Laufzeit des angestrebten Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. (Ddorf-Aktuell)

Hintergrund der Proteste

Die Arbeitsbelastung und Verantwortung im öffentlichen Dienst sind laut Gewerkschaft stark gestiegen. Beschäftigte fühlen sich mangelnd wertgeschätzt – vor allem, weil bisher kein Angebot seitens der Arbeitgeber vorliegt. Aussagen wie „Inflation plus einen Schnaps obendrauf“ hätten laut ver.di für zusätzliche Verärgerung gesorgt. Die Gewerkschaft warnt zudem vor einer zunehmenden Entkopplung der Gehälter im Landesdienst von Bund und Kommunen.

Einordnung für NRW

In Nordrhein-Westfalen sind viele Bereiche vom Warnstreik betroffen: Uniklinik, Hochschulen, Ministerien sowie zahlreiche Landesbetriebe. Die Personalnot ist enorm: Bundesweit sind rund 600.000 Stellen im öffentlichen Dienst unbesetzt. Um den Landesdienst zukunftsfähig zu machen, fordern die Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen und attraktivere Gehälter – auch, um dringend benötigtes neues Personal zu gewinnen.

Ausblick

Am 11. und 12. Februar gehen die Tarifverhandlungen in Potsdam in die nächste Runde. Sollte es weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber geben, könnten die Streiks weiter zunehmen. Die Gewerkschaften haben angekündigt, den Druck weiter zu erhöhen, solange keine Fortschritte erzielt werden. (Ddorf-Aktuell)

Quellen

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.