Ruhama singt die Elisabeth-Messe im Kölner Gubbio – Musik mit Botschaft gegen Ausgrenzung und für Menschenwürde. Was dahinter steckt, liest du hier.
Stell dir vor, du sitzt in einem Gottesdienst – und die Lieder, die du hörst, treffen dich mitten ins Herz. Genau das ist im Kölner Gubbio passiert, der „Kirche für Menschen auf dem Weg“ und Zentrum der katholischen Obdachlosenseelsorge an der Ulrichgasse. Die Musiker von Ruhama haben dort die Elisabeth-Messe gesungen – und dabei eine klare Botschaft gesetzt: gegen Ausgrenzung, für Würde.1
Bandleader Thomas Quast und seine Mitstreiter haben beim Gottesdienst im Gubbio zum ersten Mal einen Song aus der Elisabeth-Messe live aufgeführt – und der hat es wirklich in sich. Die Zeilen sprechen für sich:1
Jede Strophe endet mit demselben Versprechen: „solange wandeln wir Hoffnung und Wein und Brot, teilen den Hunger auf’s Morgenrot einer gerechteren Welt.“ Politischer und gleichzeitig aktueller kann ein Lied kaum sein.1
Das Gubbio in Köln ist keine gewöhnliche Kirche. Es ist ein Ort, der Menschen auffängt, die sonst oft übersehen werden – Obdachlose, Menschen am Rand der Gesellschaft, alle, die irgendwie durchs Raster fallen. Genau hier macht die Elisabeth-Messe von Ruhama so viel Sinn. Thomas Quast verbindet die Musik mit einer zentralen Frage, die eigentlich alle angeht: Wie können Christen – und eigentlich wir alle – Menschen am Rand wirklich zur Seite stehen?1
Seit 2019 spielen Ruhama regelmäßig in den Gottesdiensten des Gubbios. Die Band ist dort also kein Fremdkörper, sondern längst Teil der Community – genau wie es sein sollte, wenn Musik wirklich etwas bewegen will.1
Was Ruhama im Gubbio macht, ist im besten Sinne Musik mit Haltung. Die Elisabeth-Messe ist kein harmloses Liedgut für den Sonntagsgottesdienst – sie stellt unbequeme Fragen, benennt Missstände und erinnert daran, dass Würde keine Verhandlungssache ist. In einer Zeit, in der Ausgrenzung und soziale Kälte wieder lauter werden, braucht es genau solche Momente: Musik, die nicht wegschaut, sondern hinsieht.1
Und das Gubbio ist der perfekte Ort dafür. Wer schon mal dort war oder die Arbeit der Obdachlosenseelsorge in Köln kennt, weiß: Hier geht es nicht um leere Worte, sondern um echte Begegnung. Ruhama bringt dazu den Soundtrack – und der sitzt.1
Wenn Musik so direkt trifft wie die Elisabeth-Messe von Ruhama, dann ist das mehr als Entertainment – das ist ein Statement. Gegen Gleichgültigkeit, für Menschlichkeit. Das Gubbio in Köln zeigt, wie wichtig solche Orte und solche Begegnungen sind. Und Ruhama zeigt, dass Glaube und Haltung sich nicht ausschließen – ganz im Gegenteil.1
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