Made in NRW zeigt im WDR, wie die kleinste Herzpumpe der Welt aus Aachen und ein Drohnen-Startup aus Dortmund die Medizintechnik in NRW voranbringen.
Gesundheit ist nicht nur kostbar für jeden Einzelnen, sondern seit Jahren auch ein echter Wirtschaftsmotor. Weltweit werden mit Medizintechnik Milliarden Euro umgesetzt – und NRW mischt ganz vorne mit. Das WDR-Format Made in NRW – Wirtschaft Wandel Wohlstand widmet sich am 06.11.2026 um 18:15 Uhr genau diesem Thema und stellt zwei Unternehmen vor, die die Branche aus NRW heraus ordentlich aufmischen.
Dünner als ein Strohhalm, aber ein echter Lebensretter: Aus Aachen stammt die kleinste Herzpumpe der Welt, die laut der Sendung bereits weit über 400.000 schwerkranken Menschen weltweit geholfen hat. Hergestellt wird sie in aufwändiger Handarbeit von J&J MedTech. Dabei hätte es die bahnbrechende Entwicklung fast nie gegeben – 2002 rutschte das damals noch junge Unternehmen in die Insolvenz.
Wie ingenieur.de berichtet, handelt es sich bei der sogenannten Impella-Pumpe um die kleinste Herzpumpe der Welt, die in Aachen gefertigt wird und schwer kranke Herzen vorübergehend entlasten kann. Für ihre Entwicklung hat Ingenieur Thorsten Sieß nach Angaben von ingenieur.de den Werner-von-Siemens-Ring erhalten – eine Anerkennung für eine Technik, die mittlerweile fest zur modernen Herzmedizin gehört.
Ganz am Anfang seiner Entwicklung steht dagegen das Drohnen-Logistik-Unternehmen Morpheus aus Dortmund. Die Idee dahinter ist so einfach wie radikal: Statt Stau auf den Straßen und festen Routen setzt Morpheus auf die Luft. Künftig sollen vor allem Laborproben, Medikamente oder Blutkonserven schnell und planbar zwischen Kliniken und Laboren transportiert werden – fast wie in einem Busnetz am Himmel.
Technisch ist laut der Sendung vieles davon bereits möglich. Doch bis aus Testflügen medizinischer Alltag wird, muss Morpheus noch eine ganz andere Herausforderung meistern: Bürokratie und die Akzeptanz der Menschen vor Ort. Zwei völlig unterschiedliche Ansätze also, die zeigen, wie breit das Feld der Medizintechnik in NRW mittlerweile aufgestellt ist – von der ausgereiften Hightech-Herzpumpe bis zur visionären Drohnen-Idee.
Dass sich im Bereich Medizintechnik gerade viel bewegt, zeigt auch ein Blick über NRW hinaus. Wie ingenieur.de berichtet, arbeiten Forschende etwa an einem Implantat der ETH Zürich, das überschüssige Glukose bei Diabetes elektrochemisch umwandeln soll – ganz ohne Insulin. Auch in der Herzmedizin selbst tut sich einiges: Von der Herz-Lungen-Maschine bis zur Impella habe die technische Herzunterstützung die Herzchirurgie, Schrittmacher und Implantate grundlegend verändert, so das Fachportal.
Solche Entwicklungen verdeutlichen, warum Standorte wie Aachen oder Dortmund für die Medizintechnik-Branche so wichtig sind: Hier treffen jahrzehntelange Ingenieurskunst und neue, mutige Ideen aufeinander. Genau dieses Spannungsfeld zwischen etablierter Spitzentechnologie und frischen Konzepten greift die WDR-Sendung auf.
Ausgestrahlt wird die Folge von Made in NRW – Wirtschaft Wandel Wohlstand am 06.11.2026 um 18:15 Uhr im WDR-Programm für die Region Wuppertal. Im Anschluss folgen um 18:45 Uhr die Aktuelle Stunde und um 19:30 Uhr die Lokalzeit, bevor um 20:00 Uhr die Tagesschau läuft.
Zwischen Insolvenz und Weltrekord, zwischen Handarbeit und Drohnenflug: Die Sendung zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Medizintechnik-Branche in NRW aufgestellt ist. Ob bewährte Herzpumpe aus Aachen oder visionäres Drohnenprojekt aus Dortmund – beide Beispiele machen deutlich, dass Gesundheit und Wirtschaft in NRW eng miteinander verwoben sind.
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