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Köln: „Russisches Geisterhaus“ sorgt für Diskussionen um Leerstand
25. April 2026

Köln: Russisches Geisterhaus steht seit über 20 Jahren leer. Aktivisten fordern Nutzung für Wohnungslose und neue rechtliche Schritte.

Worum es geht

In Köln-Lindenthal steht seit über 20 Jahren ein Mehrfamilienhaus leer, das der Russischen Föderation gehört. Früher wohnten dort Mitglieder des KGB. Der Leerstand führt immer wieder zu öffentlichen Diskussionen und Protesten, da in Köln bezahlbarer Wohnraum knapp ist und die Zahl der Wohnungslosen steigt. Zuletzt wurde das sogenannte „Russische Geisterhaus“ von Aktivistinnen und Aktivisten für kurze Zeit besetzt.

Die wichtigsten Fakten

Das leerstehende Haus an der Classen-Kappelmann-Straße 47 fiel in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM) und die Initiative „Recht auf Stadt“ es am „Housing Action Day“ besetzt haben. Dabei machten sie auf Artikel 14 des Grundgesetzes aufmerksam, nach dem Eigentum verpflichtet. Neben diesem Gebäude stehen auch weitere Immobilien der Russischen Föderation in Köln seit Jahren leer, etwa an der Friedrich-Engels-Straße und der Aachener Straße.

Hintergrund

Die Stadt Köln hatte lange auf eine diplomatische Lösung mit Russland gesetzt, um die Häuser wieder einer Nutzung zuzuführen. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist diese Option jedoch unwahrscheinlich geworden. Die Häuser werden von vielen Kölnern als „Russenhäuser“ bezeichnet und stehen symbolisch für den Konflikt zwischen Wohnungsnot und ausländischem Eigentum mit politischer Brisanz.

Einordnung für NRW

Der Leerstand privater und ausländischer Immobilien ist in vielen Städten Nordrhein-Westfalens ein sensibles Thema. Insbesondere in Großstädten wie Köln, wo tausende Menschen wohnungslos sind, sorgen solche Fälle für Ärger und Proteste. Die Aktivisten betonen die soziale Verantwortung von Eigentum und fordern, dass Wohnungen für Bedürftige genutzt werden sollten.

Ausblick

Es gibt Hoffnung auf Veränderungen: Ein Rechtsgutachten der Stadt Köln eröffnet die Möglichkeit, die russischen Immobilien mittels Bebauungsplan für gemeinnützige Zwecke zu enteignen. Dies könnte jedoch Jahre dauern. Zusätzlich führt die Bethe-Stiftung Gespräche mit der Russischen Föderation, um die Häuser zu erwerben oder in Erbpacht zu übernehmen, um sie für Wohnungslose nutzbar zu machen. Noch ist unklar, wann Ergebnisse zu erwarten sind, aber die Diskussionen um das „Russische Geisterhaus“ halten an.

Quellen

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