Müngstener Brücke: Lichtschranken als Suizidprävention – DB plant neuartiges Warnsystem noch dieses Jahr.
Die Deutsche Bahn plant neue Schutzmaßnahmen zur Suizidprävention an der Müngstener Brücke, darunter ein deutschlandweit einmaliges Lichtschrankensystem. Netze als Alternative wurden geprüft, konnten jedoch wegen der besonderen Bauhöhe und Windverhältnisse nicht umgesetzt werden. Die Umsetzung der Lichtschrankenanlage ist laut aktuellen Angaben noch für dieses Jahr vorgesehen.
Die Müngstener Brücke, ein bedeutendes Bauwerk in NRW, ist als Ort für Suizide bekannt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, will die Deutsche Bahn noch dieses Jahr ein innovatives Lichtschrankensystem zur Suizidprävention installieren (Radio RSG).
Verschiedene Schutzvarianten, darunter auch Netze, wurden geprüft. Die Installation von Netzen ist jedoch aufgrund der starken Winde in über 100 Metern Höhe an der Brücke unmöglich. Das geplante Lichtschrankensystem ist ein Novum in Deutschland und wird über Lautsprecher Warnungen abspielen, sobald jemand unbefugt die Brücke betritt. Derzeit laufen noch Maßnahmen zur Stromversorgung der vier Sensoren; die Inbetriebnahme ist jedoch weiterhin für dieses Jahr vorgesehen (Radio RSG).
Die Müngstener Brücke hat bisher keine wirksamen Schutzmechanismen gegen Suizide. Das Thema ist seit vielen Jahren in der Region präsent, Verschärfungen und Verbesserungen beim Schutz wurden immer wieder gefordert. Durch die UNESCO-Welterbe-Bewerbung werden neue Lösungen mit den Denkmalschutz-Anforderungen abgestimmt (Radio RSG).
Mit dem Lichtschrankensystem erhält Nordrhein-Westfalen eine innovative Maßnahme zur Suizidprävention an einem bekannten Hotspot. Die Stadt Solingen sieht durch das neue System keinen Widerspruch zur Welterbebewerbung der Brücke. Damit könnte dieses Konzept auch an anderen gefährdeten Orten Vorbildcharakter haben.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Lichtschranken sind noch für dieses Jahr geplant. Ob und wie effektiv die Maßnahme wirken wird, bleibt abzuwarten. Die Deutsche Bahn will mit den geplanten Schritten ihren Beitrag zum Schutz gefährdeter Personen leisten.
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