Bei einer Kontrolle in Warstein erwischte die Polizei einen Fahrer ohne Führerschein, zu schnell und mit ungesichertem Kleinkind im Auto. Alle Details zum Fall.
Was als routinemäßige Geschwindigkeitskontrolle begann, entpuppte sich am Montagabend (03.08.2026) als echter Volltreffer für die Polizei in Warstein. Auf dem Schwarzen Weg stoppten Beamte der Kreispolizeibehörde Soest einen Ford Fiesta – und was sie dabei herausfanden, ist gleich auf mehreren Ebenen ein Fall für die Akten.1
Gegen 19:38 Uhr wurde der Fahrer per Lasermessgerät geblitzt: 48 km/h statt der erlaubten 30 km/h. Nach Abzug der Messtoleranz blieben noch 15 km/h Überschreitung übrig – das bedeutet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren für den Mann.1 Soweit, so klassisch. Doch dann wurde es richtig brenzlig.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer seit April 2023 keine gültige Fahrerlaubnis mehr besitzt. Klar: Fahren ohne Führerschein ist keine Kleinigkeit, sondern eine Straftat. Die Polizei fertigte eine Strafanzeige gegen den Mann – und weil er nicht der Halter des Fahrzeugs war, gab es noch eine zweite Strafanzeige obendrauf: gegen den Fahrzeughalter, der das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hat.1 Die Weiterfahrt wurde dem Beschuldigten selbstverständlich untersagt.
Als wäre das noch nicht genug, entdeckten die Beamten auf dem Rücksitz ein zwei Jahre und vier Monate altes Kleinkind – und das war alles andere als sicher gesichert. Das Kind war lediglich mit dem Hüftgurt angeschnallt, während der Schultergurt hinter dem Rücken verlief. Ein vorgeschriebener Kindersitz? Feontretend. Das ist nicht nur leichtsinnig, sondern auch illegal – und ebenfalls Teil des eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahrens.1
Kinder unter zwölf Jahren oder kleiner als 1,50 Meter müssen in einem geeigneten Kindersitz gesichert sein – das ist Pflicht. Ein Hüftgurt allein schützt ein Kleinkind bei einem Unfall nicht ausreichend und kann im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden. Wer sein Kind sicher transportieren will, kommt am passenden Kindersitz schlicht nicht vorbei.1
Zusammengefasst hat dieser eine Stopp auf dem Schwarzen Weg in Warstein folgende Konsequenzen für den Fahrer und den Fahrzeughalter:
Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie viel bei einer einzigen Fahrt schiefgehen kann. Kein Führerschein, zu schnell und ein ungesichertes Kind – das ist eine Kombination, die nicht nur rechtliche Konsequenzen hat, sondern vor allem das Leben des Kleinkindes aufs Spiel setzt. Also: Fahrzeugschlüssel erst dann ins Schloss, wenn wirklich alles stimmt. Der Kindersitz sitzt, der Führerschein ist gültig und die Geschwindigkeit passt zur Zone.1
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