In Köln-Ostheim wurde eine Bar beschossen – es ist bereits der dritte Angriff auf türkische Gastronomiebetriebe innerhalb einer Woche. Die Polizei ermittelt.
In der Nacht auf Samstag, den 5. September 2026, wurde eine Bar im Kölner Stadtteil Ostheim Ziel eines bewaffneten Angriffs. Anwohner beobachteten, wie ein mit zwei Personen besetzter Kleinwagen an der Bar vorfuhr, der Beifahrer ausstieg und mindestens fünf Schüsse abfeuerte – vier davon trafen die Bar. Danach flüchteten die Täter mit hohem Tempo in Richtung Köln-Vingst. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein.1
Die Bar war zum Tatzeitpunkt gegen 7 Uhr zwar geschlossen, aber nicht leer: Ein Mitarbeiter befand sich noch im Gastraum, der die Bar kurz zuvor um 4 Uhr dichtgemacht hatte. Er blieb glücklicherweise unverletzt. Am Tatort sicherte die Polizei mehrere Patronenhülsen und stellte ein großes Einschussloch in einer Fensterscheibe fest. Eine Mordkommission der Polizei Köln hat die Ermittlungen inzwischen übernommen.1
Was besonders alarmierend ist: Es war nicht die erste Attacke dieser Art. Allein innerhalb einer Woche gab es im Rheinland drei bewaffnete Angriffe auf türkische Gastronomiebetriebe und ein Wohnhaus. Am Sonntag zuvor wurden in Erftstadt das Haus und das Auto des Besitzers einer großen türkischen Imbisskette beschossen. Am darauffolgenden Montag traf es ein türkisches Café in der Kölner Südstadt.1
Die Polizei prüft intensiv mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten. Als mögliches Motiv stehen Erpressungsversuche im Raum. Hinter den Anschlägen könnte laut Ermittlern eine Gruppe türkisch-kurdischer, auffallend junger Täter stecken – die sogenannte Gen-Z-Mafia. Gleichzeitig schließt die Polizei Bezüge zur Rocker- oder Clan-Kriminalität nicht aus. Ein Sprecher der Polizei Köln betonte gegenüber dem WDR, dass die Ermittlungen derzeit in alle Richtungen laufen und zum Tathintergrund noch keine gesicherten Aussagen getroffen werden können.1
Die Mordkommission arbeitet auf Hochtouren, der Tatort in Köln-Ostheim ist weiträumig abgesperrt. Wer Hinweise zu den Tätern oder dem flüchtenden Kleinwagen hat, sollte sich an die Polizei Köln wenden. Wir bei Antenne NRW halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Entwicklungen in diesem Fall gibt – schaut regelmäßig auf antenne.nrw vorbei.1
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