Vier Sportler wollen in Remscheid den Weltrekord im längsten Padel-Match brechen – 48 Stunden schlaflos, für den guten Zweck. Alle Infos zum Rekordversuch!
Klingt nach einem Albtraum – ist aber für vier Sportler die Challenge des Jahres: In Remscheid wollen Sven Steup, Daniel Grebe, Hauke Wagner und Keyvan Haghig den Weltrekord im längsten Padel-Match aller Zeiten knacken. Und das Ganze läuft für den guten Zweck. Respekt!1
Ursprünglich dachten die vier Athleten, sie müssten einen Rekord von 40 Stunden brechen. Doch kurz vor dem Start kam die Hiobsbotschaft: Letzte Woche wurde dieser Rekord bereits in Südafrika gebrochen. Das bedeutet für die Vier – mehr als 48 Stunden müssen es jetzt sein. Gestartet ist das ganze Abenteuer am Freitag, dem 4. September, um 6 Uhr morgens im PADELON Bergisch Land in Remscheid. Bis Sonntagmorgen müssen sie durchhalten.1
Zwei Teams stehen sich dabei auf dem Court gegenüber: Team A mit den beiden Wuppertalern Sven Steup und Daniel Grebe, Team B mit Hauke Wagner und Keyvan Haghig. Das Besondere: Anders als bei einem normalen Match können die Vier hier nur gemeinsam gewinnen – oder gemeinsam verlieren.1
Klingt brutal? Ist es auch. Schon nach rund vier Stunden brauchte Daniel Grebe sein erstes Pflaster – für eine Blase an der Hand. Und auch Sven Steup spürte früh den Schmerz im unteren Rücken, vor allem durch das ständige Bälle aufheben. Die beiden hatten sich zwar vorbereitet und bereits zweimal zehn Stunden am Stück gespielt, um ein Gefühl für die Belastung zu bekommen. Trotzdem sei schnell klar geworden, wie brutal die körperliche und mentale Herausforderung wirklich ist.1
Daniel Grebe bringt es auf den Punkt: „Wir müssen ab und zu Tempo rausnehmen. Sonst ist es unmöglich, 48 Stunden durchzuhalten.“1
Für Erholung ist kaum Zeit – nach jeder vollständig gespielten Stunde gibt es gerade einmal fünf Minuten Pause. Und die müssen für alles reichen: Toilette, Trinken, Physiotherapie. Zur Toilette dürfen die Spieler nämlich ausschließlich in diesen kurzen Breaks. Direkt am Spielfeldrand stehen Physiotherapeuten bereit, die das gesamte Wochenende über für Behandlungen parat stehen. Denn vor allem Schlafentzug und die dauerhafte Belastung für Schultern, Rücken und Waden werden zur echten Grenzerfahrung.1
Falls du mit dem Sport noch nicht so vertraut bist: Padel gilt als eine der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit. Es ist eine Mischung aus Tennis und Squash, wird meist im Doppel gespielt und auf einem kleineren Court mit Glas- und Gitterwänden ausgetragen – Bande inklusive. Gespielt wird mit einem harten Schläger mit Löchern. Genau diese Dynamik macht Padel körperlich so anspruchsvoll.1
Der Rekordversuch hat einen noch wichtigeren Hintergrund: Das Charity-Konzept funktioniert wie ein klassischer Spendenlauf – je länger die Spieler durchhalten, desto höher die Spendensumme. Der gesamte Erlös geht an den Kindertal e.V., einen Verein, der Kinder und Jugendliche in Wuppertal unterstützt, die in Armut leben.1
Und damit die Stimmung auch für Zuschauer stimmt: Während des Rekordversuchs finden in der Location weitere Turniere und eine „World Record Party“ statt. Die Veranstalter hoffen auf möglichst viele Fans, die die Sportler anfeuern und so zum Erfolg beitragen.1
Ob Sven, Daniel, Hauke und Keyvan es schaffen, den Weltrekord zu holen, wird sich bis Sonntagmorgen zeigen. Eines ist schon jetzt klar: Allein die Bereitschaft, 48 Stunden schlaflos für den guten Zweck durchzuspielen, verdient riesigen Respekt. Wir drücken die Daumen – und hoffen, dass am Ende für den Kindertal e.V. eine stolze Spendensumme zusammenkommt!1
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