In Köln gingen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Hunderte Menschen auf die Straße. Pyrotechnik, Polizei-Großeinsatz und Sperrungen – alle Infos zum Wochenende.
Das Wochenende in Köln hatte es in sich: Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zogen Hunderte Protestierende durch die Kölner Innenstadt. Verkehrssperrungen, Polizei im Großeinsatz und jede Menge Schlagzeilen – hier ist, was du wissen musst.1
Am Samstag, dem 5. September, startete am Mittag ein Protestzug unter dem Motto „Frieden für alle auf der Welt“. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz setzte sich der Aufzug gegen 13.45 Uhr in Bewegung – mit rund 400 Teilnehmenden, laut Anmelder sogar deutlich mehr als ursprünglich erwartet.1
Was dann folgte, war alles andere als ein ruhiger Spaziergang durch die City: Immer wieder zündeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Pyrotechnik. Die Polizei reagierte und zog massiv Einsatzkräfte zusammen – auch zwei Wasserwerfer wurden angefordert und waren vor Ort, kamen aber (noch) nicht zum Einsatz.1
Der Demonstrationszug wurde mehrfach unterbrochen. Die Polizei teilte die Menge in zwei Gruppen auf: Eine Gruppe zog friedlich weiter durch die Innenstadt, die andere wurde gestoppt. Gezielt versuchten die Einsatzkräfte, Demonstrierende einzukesseln, die durch aggressives Verhalten aufgefallen waren.1
Die Route führte über die Kölner Ringe, die Aachener Straße, durchs Belgische Viertel bis zur Venloer Straße/Innerer Grüngürtel. Eine Abschlusskundgebung am Protestcamp „Rheinmetall entwaffnen“ war für 19 Uhr geplant. Für Autofahrerinnen und Autofahrer galt: Bereich großräumig umfahren, denn temporäre Verkehrssperrungen waren für die gesamte Dauer der Versammlung angekündigt.1
Schon am Freitag, dem 4. September, war Köln im Demo-Modus. Organisiert von der kurdischen Gemeinschaft in Köln, trug der Protestmarsch den Namen „Langer Marsch für Freiheit und Demokratie“. Angemeldet waren rund 2.000 Teilnehmende – die tatsächliche Zahl lag laut Polizei mit mehreren Hundert Personen darunter.1
Gestartet wurde gegen 11 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs, erste Teilnehmende versammelten sich bereits ab 9 Uhr. Die Route führte unter anderem über Trankgasse, Komödienstraße und Zeughausstraße zur Magnusstraße, weiter über Hohenzollernring und Kaiser-Wilhelm-Ring zum Hansaring und Ebertplatz. Anschließend ging es über Riehler Straße und Elsa-Brändström-Straße zum Konrad-Adenauer-Ufer und zurück zum Bahnhofsvorplatz.1
Das Fazit der Polizei: Um 16.15 Uhr endete die Demo – friedlich, ohne besondere Vorkommnisse. Auch hier war die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und entlang der Strecke gab es Verkehrseinschränkungen.1
Zwei Tage, zwei Demos, jede Menge Blaulicht – Köln zeigt gerade, dass die Bereitschaft, auf die Straße zu gehen, ungebrochen ist. Ob Friedensthemen oder politische Solidarität: Die Menschen in NRW haben was zu sagen. Wie es weitergeht und was rund um das Protestcamp „Rheinmetall entwaffnen“ noch passiert, kannst du bei Antenne NRW verfolgen.1
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