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Demo eskaliert: „Rheinmetall entwaffnen“ bringt über 1.000 Menschen auf Kölns Straßen
5. September 2026

Über 1.000 Menschen demonstrierten in Köln gegen die Rüstungsindustrie – mehr als dreimal so viele wie angemeldet.

Mehr Protest als erwartet – Köln im Ausnahmezustand

Was als angekündigte Demo mit 400 Teilnehmenden geplant war, hat sich zu einem deutlich größeren Ereignis entwickelt: Laut Polizei gingen am 5. September 2026 rund 1.000 Menschen in Köln auf die Straße – und es kamen laut Berichten immer noch mehr dazu.1 Das Protestcamp „Rheinmetall Entwaffnen“ hat damit ordentlich mobilisiert. Die Forderungen der Demo-Teilnehmenden sind klar: Ende der Waffenlieferungen, keine Wehrpflicht und ein Ende der Kriegseinsätze.1

Pyrotechnik und Polizei-Kessel – die Lage vor Ort

Ruhig lief das alles nicht ab. Schon bevor der eigentliche Demozug losging, zündeten Teilnehmende Feuerwerkskörper – und die Polizei reagierte direkt: Eine kleinere Gruppe wurde eingekesselt, Identitäten wurden geprüft.1 Auch während des Marsches durch die Kölner Innenstadt brannte es immer wieder: Pyrotechnik wurde gezündet, der Zug wurde mehrfach gestoppt, es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Einsatzkräften und Demonstrierenden.1

Das Protestcamp zeltet seit Dienstag am Grüngürtel und ist noch bis Sonntag vor Ort. Nach einer Auftaktkundgebung zieht die Demo bis 19 Uhr durch die Stadt – wer in der Kölner Innenstadt unterwegs ist, muss also mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen.1

Massiver Polizeieinsatz – 1.000 Kräfte von außerhalb

Die Behörden haben sich auf diesen Tag gut vorbereitet. Rund 1.000 Einsatzkräfte von außerhalb unterstützen die Kölner Polizei, der Führungsstab ist rund um die Uhr besetzt.1 Auch die Zugänge zur großen Einkaufsstraße in der Umgebung werden bewacht. Die Polizei hatte sich seit Wochen auf das Protestcamp und seine Aktionen eingestellt.1

Vorfall am Donnerstag: Kaserne blockiert

Schon zwei Tage vor der Großdemo gab es einen handfesten Zwischenfall: Rund 100 Mitglieder des Bündnisses blockierten am Donnerstag die Zufahrt zu einer Bundeswehr-Kaserne in Köln-Longerich.1 Die Versammlung war nicht angemeldet, der Großteil der Teilnehmenden war vermummt – die Polizei löste sie auf. Weil die Demonstrierenden sich weigerten zu gehen, zog sich der Einsatz bis in den späten Nachmittag. Das Bündnis wirft der Polizei dabei übermäßige Aggression vor.1

Kein Einzelfall – Vorgeschichte aus dem August 2025

Wer denkt, das ist neu, liegt falsch: Beim ersten Protestcamp im August 2025 hatte das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ bereits vor einem Gebäude der Bundeswehr und in der Nähe des Privathauses von Rheinmetall-Chef Armin Papperger protestiert.1 Auch damals kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstrierenden. Die juristische Aufarbeitung dieser Vorfälle ist laut Berichten noch nicht abgeschlossen.1

Was bleibt?

Die Anti-Rüstungsdemo in Köln zeigt: Das Thema Rüstungsindustrie bewegt die Menschen – und die Mobilisierung läuft offensichtlich besser als erwartet. Ob die kommenden Tage bis Sonntag ruhiger werden oder ob es weitere Eskalationen gibt, bleibt abzuwarten. Wir halten euch auf dem Laufenden – hier bei Antenne NRW auf antenne.nrw.1

Quellen

  1. tagesschau.de – Anti-Rüstungsdemo in Köln (WDR, 05.09.2026)


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