Nach dem Pulver-Alarm an einer Essener Sprachschule gibt’s jetzt Entwarnung: Zwei Personen leicht verletzt, Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht mehr.
Das Thema beschäftigt uns weiter: Nachdem wir euch in einem früheren Beitrag schon vom mysteriösen Pulver vor einer Sprachschule in Essen erzählt haben, gibt’s jetzt die Auflösung. Am Donnerstagabend (29. Oktober) wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr Essen gegen 18:45 Uhr zur Sprachschule an der Maxstraße im Westviertel gerufen. Mehrere Leute hatten über gereizte Atemwege geklagt.1
Was war passiert? Teilnehmende des Sprachkurses hatten kurz vorher einen weißlichen Schleier vor einem geöffneten Fenster gesehen. Als die Einsatzkräfte dann nachschauten, entdeckten sie im Außenbereich des Gebäudes eine unbekannte weiße, pulverförmige Substanz. Klar, dass da erstmal alle Alarmglocken schrillten – der betroffene Bereich wurde großräumig abgesperrt und zusätzliche Kräfte der Feuerwehr dazugeholt.1
Insgesamt waren neun Personen von der Sache betroffen: sechs Teilnehmende des Sprachkurses, eine Lehrerin und zwei Mitarbeitende des Gebäudemanagements. Sechs von ihnen wurden vom Rettungsdienst untersucht, zwei mussten wegen leichter Atemwegsreizungen sogar ins Krankenhaus gebracht werden.1
Damit das Ganze auch wirklich sicher abläuft, rückte ein Trupp der Feuerwehr in spezieller Schutzausrüstung an, um Proben von dem Pulver zu nehmen. Mit spezieller Messtechnik konnten die Einsatzkräfte dann säurehaltige Bestandteile in der Substanz nachweisen. Ein Fachberater der Analytischen Task Force hat die Ergebnisse anschließend fachlich bewertet – und siehe da: keine weitere Gefährdung durch das Pulver. Puh, Glück gehabt!1
Solche Einsätze mit unbekannten Stoffen zählen übrigens zu den sogenannten ABC-Einsätzen (atomar, biologisch, chemisch) und sind für die Einsatzkräfte immer eine echte Herausforderung, weil man anfangs einfach nicht weiß, womit man es zu tun hat.2
Für die umfangreichen Maßnahmen war die Berufsfeuerwehr Essen mit Führungsdienst sowie mehreren Lösch- und Sonderfahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurde das Team vom Fachberater der Analytischen Task Force, der Freiwilligen Feuerwehr Essen Umweltschutz und der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Mitte. Der Rettungsdienst kümmerte sich währenddessen um die medizinische Versorgung der Betroffenen. Die ganze Aktion war außerdem eng mit der Polizei abgestimmt.1
Nach rund drei Stunden konnten die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen abschließen. Die Einsatzstelle wurde danach an die Polizei übergeben, die jetzt die weiteren Ermittlungen übernimmt – unter anderem geht’s darum, woher das Pulver eigentlich kam. Für euch als Essener oder Essenerinnen heißt es aber erstmal: keine Sorge, eine Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Feuerwehr nicht.1
Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es neue Infos zu den Ermittlungen gibt!
Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven!