Die Stadt Haan befragt Pflegebedürftige und Angehörige zu ihren Bedürfnissen. So kannst du bei der anonymen Umfrage zur Pflege in Haan mitmachen.
Wie läuft eigentlich der Alltag, wenn man selbst gepflegt wird oder jemanden aus der Familie pflegt? Genau das will die Stadt Haan jetzt wissen. Vom 2. November bis zum 6. Dezember 2026 läuft eine anonyme Befragung, mit der die Stadt herausfinden möchte, was Pflegebedürftige und pflegende Angehörige in Haan wirklich brauchen.
Laut der Stadt Haan sollen die Ergebnisse zeigen, welche Unterstützung dabei hilft, dass Menschen trotz Pflegebedürftigkeit möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben können. Die Stadt selbst betont, dass sie auf den Ausbau klassischer Pflegeeinrichtungen kaum Einfluss hat, weil sie nicht Trägerin dieser Einrichtungen ist. Deshalb will sie dort ansetzen, wo sie wirklich was bewegen kann: bei nachbarschaftlicher Unterstützung und Entlastungsangeboten im Alltag.
Die Stadt Haan verweist auf den Pflegeplanungsbericht des Kreises Mettmann, laut dem knapp 30 Prozent der über 65-Jährigen pflegebedürftig sind. Mehr als die Hälfte davon wird von Angehörigen oder privaten Personen gepflegt – eine Leistung, die laut Stadt Haan besondere Anerkennung verdient. Insgesamt will die Stadt mit der Befragung möglichst viele der 2.385 pflegebedürftigen Menschen in Haan sowie deren Angehörige erreichen.
Ein Teil der Haaner ab 65 Jahren wird per Zufallsstichprobe direkt angeschrieben und eingeladen, den Fragebogen auszufüllen. Wer so ein Schreiben bekommt, kann laut Stadt Haan Teil I (für Pflegebedürftige) oder Teil II (für pflegende Angehörige) auch an die jeweils andere Person weitergeben.
Wer zur Zielgruppe gehört, aber kein Anschreiben erhalten hat, kann trotzdem mitmachen – und zwar online über den Fragebogen, den die Stadt Haan auf ihrer Website bereitstellt. Außerdem gibt’s Papier-Fragebögen bei mehreren Ärzten, Apotheken, im Rathaus sowie im Amt für Soziales und Integration an der Alleestraße 8.
Ausgefüllte Bögen können an zahlreichen Sammelstellen abgegeben werden, darunter das Rathaus, Verwaltungsnebenstellen, die Stadtsparkasse Haan und ihre Filiale in Gruiten, mehrere Apotheken sowie einzelne Arztpraxen. Die Stadt Haan bittet ausdrücklich darum, dass nur Betroffene selbst oder deren pflegende Angehörige teilnehmen – und zwar nur einmal, also entweder postalisch oder digital. Nur so lassen sich laut Stadt verlässliche Ergebnisse erzielen.
Die Stadt Haan erklärt, dass die Rückmeldungen helfen sollen, bestehende Angebote zu bewerten, Versorgungslücken sichtbar zu machen und neue Unterstützungsangebote gezielter zu entwickeln. Kurz gesagt: Jede Antwort kann die künftige Pflegeplanung in Haan mitgestalten – ein echter Grund, sich die paar Minuten für den Fragebogen zu nehmen, wenn du selbst betroffen bist.
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