Herbststurm in Sprockhövel: 13 Einsätze, 115 Kräfte im Dauerstress und sogar ein Einbruch ins Feuerwehrhaus. Das sind die Details der stürmischen Nacht.
Der erste richtige Herbststurm des Jahres hat Sprockhövel ganz schön durchgeschüttelt. Seit Freitagnachmittag musste die Feuerwehr zu 13 Einsätzen ausrücken1. Grund dafür waren vor allem Bäume, die noch voll mit Laub waren und den heftigen Windböen einfach nicht standhalten konnten1. Klingt erstmal nach einem ruhigen Herbstabend, war aber für die Einsatzkräfte alles andere als entspannt.
Damit ihr euch das mal vorstellen könnt: Innerhalb von 24 Stunden waren 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus allen Feuerwehreinheiten Sprockhövels unterwegs1. Pressesprecher Max Blasius fasst es so zusammen: Zusammen kamen 505 Einsatzminuten zusammen – das sind rund achteinhalb Stunden reiner Einsatzzeit1. Meistens ging’s dabei um umgestürzte Bäume, die mit der Motorsäge schnell wieder von Straßen und Wegen geräumt werden konnten1. Klingt easy, war’s aber nicht: Regen, anhaltende Böen und die Dunkelheit machten den Einsatzkräften das Leben echt schwer1.
Besonders kurios wurde es gegen 23 Uhr an der Flurstraße. Dort versperrte ein haltendes Fahrzeug der Feuerwehr die Durchfahrt zu einem umgestürzten Baum1. Der Fahrer war offenbar so in ein Gespräch mit einer anderen Person vertieft, dass er das Blaulicht komplett übersehen hat1. Erst als das Martinshorn dazukam, gab’s eine Reaktion – allerdings nicht die, die man sich wünscht: Eine lautstarke Beleidigung flog in Richtung der Einsatzkräfte1. Die ließen sich davon aber nicht provozieren, machten die Straße frei und konnten mit etwas Verspätung weiterfahren1.
Während die Einsatzkräfte draußen gegen den Sturm kämpften, nutzten offenbar andere die Gelegenheit aus. Zwischen 2 und 8:30 Uhr verschafften sich Einbrecher gewaltsam Zutritt zum Feuerwehrhaus der Löschgruppe Schmiedestraße1. Nach aktuellem Stand wurden dabei keine Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge oder Geräte entwendet1. Die Kriminalpolizei war vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen1.
Der Herbststurm hat gezeigt, wie viel Arbeit hinter so einer stürmischen Nacht steckt. 13 Einsätze, über 500 Einsatzminuten und dazu noch ein dreister Einbruch mitten in der turbulenten Zeit – für die ehrenamtlichen Kräfte in Sprockhövel war das ein echter Marathon. Umso beeindruckender, dass trotz Regen, Dunkelheit und Dauerstress alle Einsätze professionell abgearbeitet wurden. Ein großes Dankeschön an alle, die in solchen Nächten für unsere Sicherheit sorgen.
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