Sturmtief Luise sorgt in Essen für 110 Feuerwehreinsätze: umgestürzte Bäume, ein Baum auf einem Haus und ein Erdrutsch – zum Glück ohne Verletzte.
Sturmtief „Luise“ hat Essen ganz schön durcheinandergewirbelt. Zwischen Freitag und Samstagnachmittag musste die Feuerwehr Essen zu sage und schreibe 110 sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Die gute Nachricht direkt vorweg: Verletzte gab es nach aktuellem Stand keine.1
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h hatte Luise ordentlich Power im Gepäck. Die Folge: jede Menge umgestürzte oder abgeknickte Bäume, die Straßen und Gehwege blockierten. Auch abgestellte Autos, Straßenlaternen und Stromleitungen wurden von herabfallenden Ästen getroffen. Besonders hart erwischt hat es den Norden von Essen – dort lag der Einsatzschwerpunkt.1
An vielen Einsatzstellen kamen Motorkettensägen zum Einsatz, um die umgestürzten Bäume zu zerlegen und die Straßen wieder frei zu bekommen. Dabei war die Feuerwehr nicht allein unterwegs: Unterstützung gab’s vom Fachbereich Grün und Gruga, dem Tiefbauamt, den Stadtwerken und der Polizei.1
Einer der heftigsten Einsätze ereignete sich am Freitagabend um 20:41 Uhr: Am Möllenberg stürzte ein Baum direkt auf ein Mehrfamilienhaus. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass mehrere massive Äste durch Fassade und Dach gedrückt wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Essen-Werden rückte zusammen mit dem Führungsdienst an und musste das Gebäude räumen. Den Rest hat dann der Hausverwalter übernommen.1
Nicht nur Bäume machten Ärger – auch Pflanzen wurden zur Gefahr. Am Samstagvormittag drohte an einem ehemaligen Kirchturm an der Zwinglistraße im Nordviertel wild wuchernder Efeu auf die Karolingerstraße zu stürzen. Die Freiwillige Feuerwehr Essen-Mitte rückte mit einer Drehleiter an und entfernte die Pflanzenteile auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern mit der Motorsäge.1
Auch der Boden machte in Essen-Bedingrade nicht mehr mit: An der Bergheimer Straße sackte zwischen zwei Wohnhäusern auf rund einem Quadratmeter Erdreich ab. Vermutet wird, dass durch den Regen unterspülte Pflastersteine der Auslöser waren. Nach der Erkundung übergaben die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Borbeck die Stelle an den Eigentümer.1
Weil die Anrufe und Einsätze am Freitagabend so stark zunahmen, musste sogar die Leitstelle der Feuerwehr Essen personell aufgestockt werden. Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet – ein echter Kraftakt für alle Beteiligten.1
So wild Sturmtief Luise auch durch Essen gezogen ist – am Ende ist alles glimpflich ausgegangen. Keine Verletzten, dafür jede Menge Einsatzkräfte, die die Nacht und den Tag durchgearbeitet haben, um Bäume wegzuräumen, Efeu abzuschneiden und für Sicherheit zu sorgen. Ein großes Dankeschön an alle Feuerwehrleute und Helfer, die da draußen im Sturm standen.
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