Sturmtief Luise sorgt in Essen für 110 Feuerwehreinsätze binnen 24 Stunden – mit umgestürzten Bäumen, Erdrutsch und Baum auf Hausdach, aber ohne Verletzte.
Wenn der Wind so richtig Gas gibt, bekommt ihr das in Essen gerade live zu spüren. Sturmtief „Luise“ hat in den vergangenen 24 Stunden ordentlich durchgewirbelt und die Feuerwehr Essen ganz schön beschäftigt. Bis Samstag, 24. Oktober 2026, um 15:00 Uhr sind laut Feuerwehr Essen insgesamt 110 sturmbedingte Einsätze zusammengekommen.1 Die gute Nachricht vorab: Verletzte gab es nach aktuellem Stand keine.1
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h hatte „Luise“ ordentlich Kraft im Gepäck. Die Folge: jede Menge umgestürzte oder abgeknickte Bäume, die Straßen und Gehwege blockierten. Herabstürzende Äste trafen dabei auch mal einen geparkten Pkw, Straßenlaternen oder Stromleitungen.1 Besonders viel zu tun hatten die Einsatzkräfte im nördlichen Stadtgebiet, dort lag ein echter Einsatzschwerpunkt.1
An zahlreichen Stellen mussten die umgestürzten Bäume mit der Motorkettensäge zerkleinert werden, damit die Straßen wieder frei wurden. Dabei war die Feuerwehr nicht allein unterwegs – Unterstützung kam vom Fachbereich Grün und Gruga, dem Tiefbauamt, den Stadtwerken und der Polizei.1
Richtig heftig wurde es am Freitagabend um 20:41 Uhr am Möllenberg. Dort stürzte ein Baum direkt auf ein Mehrfamilienhaus. Durch die Wucht des Aufpralls bohrten sich mehrere dicke Äste durch Fassade und Dach des Gebäudes.1 Die Freiwillige Feuerwehr Essen-Werden und der Führungsdienst rückten an und räumten das Haus. Danach übernahm der Hausverwalter das weitere Vorgehen.1
Am Samstagmorgen um 10:14 Uhr gab’s dann noch eine ziemlich kuriose Aktion in der Zwinglistraße im Nordviertel. An einem ehemaligen Kirchturm hatte sich jede Menge Efeu breitgemacht – und drohte, in großen Stücken auf die Karolingerstraße geweht zu werden.1 Die Freiwillige Feuerwehr Essen-Mitte rückte mit einer Drehleiter an und trug die Pflanzenteile auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern mit der Motorkettensäge ab.1
Auch der Boden machte an diesem Wochenende nicht mehr richtig mit. Um 10:20 Uhr wurden Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Borbeck zu einem Erdrutsch an der Bergheimer Straße im Stadtteil Bedingrade gerufen.1 Zwischen zwei Wohnhäusern war auf etwa einem Quadratmeter Erdreich abgesackt – vermutlich, weil durch Regen Pflastersteine unterspült wurden.1 Nach der Erkundung übergab die Feuerwehr die Stelle an den Eigentümer.1
Dass bei so einem Einsatzaufkommen die Nerven und Leitungen heiß laufen, liegt auf der Hand. Deshalb wurde die Leitstelle der Feuerwehr Essen schon am Freitagabend personell verstärkt, um mit dem erhöhten Anruf- und Einsatzaufkommen klarzukommen.1 Im Einsatz waren zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr aus dem gesamten Stadtgebiet.1
Alles in allem also ein stürmisches Wochenende für Essen – aber zum Glück ohne Verletzte. Solltet ihr in den nächsten Stunden noch umgestürzte Bäume oder lose Äste entdecken, meldet das am besten direkt den zuständigen Stellen, damit alles schnell wieder sicher wird.
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