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Weltkriegsgranate im Reeser Rheinvorland kontrolliert gesprengt
31. Oktober 2026

Im Reeser Rheinvorland wurde eine Weltkriegsgranate gefunden und kontrolliert gesprengt. Dank 40 Tonnen Sand blieb eine größere Evakuierung aus.

Kampfmittelfund sorgt für Einsatz im Reeser Rheinvorland

Am Samstag ist im Reeser Rheinvorland ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und anschließend kontrolliert gesprengt worden. Wie die Stadt Rees mitteilt, handelte es sich um eine britische Sprenggranate, die aufgrund der Bauart ihres Zünders nicht entschärft werden konnte. Gefunden wurde sie im Bereich des alten Hafens, rheinaufwärts in Höhe der Lindenallee, wie die Leitstelle Kreis Kleve über das Modulare Warnsystem meldete.

Sprengung lief nach Plan

Die Leitstelle gab bereits am Vormittag eine Warnung heraus und stufte die Gefahr als gering ein. Laut der Mitteilung der Stadt Rees sollte das Kampfmittel zwischen 13 und 14 Uhr gesprengt werden – tatsächlich erfolgte die Sprengung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst dann um etwa 13.05 Uhr. Sie verlief wie geplant. Eine Evakuierung der Bevölkerung war nicht notwendig, da sich im Sicherheitsbereich keine Anwohnerinnen und Anwohner aufhielten.

Für rund eine halbe Stunde wurden zur Vorsicht der Sicherheitsbereich, die Rheinpromenade, der Deichkronenradweg sowie die Rhein-Schifffahrt gesperrt. Die Detonation selbst war laut Stadt Rees leicht hörbar und sichtbar, eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

40 Tonnen Sand verhinderten größere Evakuierung

Damit der Sicherheitsradius möglichst klein gehalten werden konnte, kamen laut Stadt Rees knapp 40 Tonnen Sand aus Appeldorn zum Einsatz. Der Sand dämpfte die Wirkung der Sprengung erheblich. Ohne diese Maßnahme wäre der Sicherheitsradius deutlich größer ausgefallen – Teile der Reeser Innenstadt hätten dann evakuiert werden müssen.

Möglich wurde der schnelle Einsatz des Sands auch durch die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Kalkar. Rees und Kalkar teilen sich die Rufbereitschaft des Ordnungsamtes, weshalb auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kalkar im Einsatz waren. Sie unterstützten den Ablauf und organisierten kurzfristig den Sand von der anderen Rheinseite.

Verhalten bei Kampfmittelfunden

Funde von Weltkriegsbomben und anderen Kampfmitteln kommen in Nordrhein-Westfalen immer wieder vor. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt in solchen Fällen, betroffene Gebiete zu meiden, sich etwa über das Lokalradio zu informieren und den Notruf nur in echten Notfällen zu wählen. Zudem sollten Durchsagen von Polizei und Feuerwehr unbedingt beachtet werden.

Im Fall von Rees reichten die getroffenen Maßnahmen aus, um die Bevölkerung zu schützen, ohne größere Teile der Stadt evakuieren zu müssen. Der Einsatz zeigt, wie wichtig eine gute Abstimmung zwischen Behörden und Nachbarkommunen bei solchen Kampfmittelfunden sein kann.

Quellen


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