15 Kölner Kinder wurden am Rheinufer getauft – mit Dom-Kulisse, Sonnenschein und Dampfer. Wir erzählen, wie dieser besondere Moment ablief.
Stell dir vor, deine Taufkirche ist kein Gebäude mit Kirchenbänken und Altarkerzen – sondern ein glitzernder Fluss, ein majestätischer Dom in der Kulisse und ein Dampfer, der gemächlich vorbeischippert. Genau das haben 15 Kölner Kinder erlebt. Und ehrlich? Das klingt nach einem Taufmoment, den so schnell niemand vergisst.
Am Rheinufer, mit dem Kölner Dom als imposanter Kulisse und dem Dampfer „Willi Ostermann“ im Hintergrund, fand eine ganz besondere Tauffeier statt. Das Wasser glitzert im Sonnenlicht, einige Gäste haben es sich in orangefarbenen Liegestühlen gemütlich gemacht – klingt eher nach einem entspannten Sommernachmittag als nach einem kirchlichen Sakrament, oder? Aber genau das macht diese Aktion so besonders.1
Pfarrer Mathias Bonhoeffer war derjenige, der die kleinen Täuflinge in Empfang nahm – darunter auch den kleinen Hannes. Der trug für seinen großen Tag eine hellgrüne Fliege samt passender Shorts und machte von Anfang an klar, was er von der Sache hält: Ein entschiedenes Kopfschütteln, als er am Arm seiner Mutter ins Wasser heruntergelassen werden sollte. Kein Bock auf nasse Füße – das kann man verstehen, Hannes! Pfarrer Bonhoeffer ließ sich davon nicht beirren, hob den Kleinen kurzerhand mit den Händen empor und benetzte seinen Kopf. Das ließ Hannes dann doch gelten.1
Die Idee, Taufen nicht in der Kirche, sondern direkt am oder im Wasser zu feiern, hat eine lange Tradition – schließlich wurde auch Johannes der Täufer im Fluss aktiv. Dass das in Köln jetzt mit Rheinblick, Liegestühlen und Dampferschiffen passiert, gibt der ganzen Sache aber noch mal einen ganz eigenen Vibe. Die Verbindung aus religiösem Moment, Natur und urbanem Stadtflair macht diese Taufaktion zu etwas wirklich Besonderem – und zu einer Erinnerung, die Eltern und Kinder wohl ein Leben lang begleiten wird.1
Für die Familien der 15 Täuflinge war der Rhein an diesem Tag nicht einfach nur Kulisse, sondern echter Teil der Zeremonie. Und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region zeigt damit: Kirche kann auch anders – offen, lebensnah und mit einem Hauch Abenteuer.1
Ob Hannes irgendwann seinen Eltern dankt, dass sie ihn nicht ins Rheinwasser getaucht haben, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der Moment am großen Strom, mit dem Dom im Rücken und der Sonne auf dem Wasser, ist einer, der bleibt. Für alle 15 Kinder, ihre Familien – und vielleicht auch für alle, die am Ufer zufällig vorbeispazierten und staunten. Taufe am Rhein – das ist Köln pur.1
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