FDP kritisiert die Kosten für das Adventskonzert von Hendrik Wüst. 128.000 Euro Ausgaben sorgen für politische Debatte.
Die Kosten für das Adventskonzert der Landesregierung NRW unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) im Dezember 2025 haben eine politische Debatte ausgelöst. Laut der nun vorliegenden Endabrechnung kostete die Veranstaltung 128.682,50 Euro. Die FDP kritisiert diese Ausgaben in Zeiten von Rekordschulden deutlich.
Beim traditionellen Adventskonzert der nordrhein-westfälischen Landesregierung in der St. Cornelius-Kirche in Viersen waren etwa 500 Gäste zugegen. Daneben wurde das Konzert vom WDR live im Fernsehen und Radio übertragen und von 619.000 Menschen bundesweit verfolgt. Auch vor der Kirche sahen mehrere hundert Personen die Übertragung auf einer Leinwand. (Kölner Stadt-Anzeiger)
Die Staatskanzlei teilte mit, dass sich die Kosten auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren bewegen. Über 80 Prozent der Gesamtausgaben entfielen demnach auf das künstlerische Programm. Organisatorische Ausgaben kamen hinzu. (Kölner Stadt-Anzeiger)
Eine ähnliche Veranstaltung der bayerischen Landesregierung hatte bereits im Februar 2026 für Diskussionen gesorgt. Die dortigen Ausgaben lagen mit 130.000 Euro auf ähnlichem Niveau. Auch dort wurden die Kosten von der Opposition kritisiert.
Der FDP-Haushaltsexperte Ralf Witzel fordert eine Überprüfung staatlicher Ausgaben, vor allem im Bereich der eigenen Repräsentation. Teure Veranstaltungen für einen kleinen exklusiven Gästekreis seien angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage nicht mehr zeitgemäß, so Witzel. (Kölner Stadt-Anzeiger)
Trotz der öffentlichen Übertragung und mehreren hundert Zuschauern außerhalb der Kirche bleibt die Kritik an der Relation zwischen Aufwand und Nutzen bestehen. Die Diskussion macht deutlich, dass Transparenz und Sparsamkeit bei Veranstaltungen mit Steuergeldern künftig stärker im Fokus stehen werden.
Die Debatte um die Kosten für staatliche Repräsentationsveranstaltungen dürfte anhalten. Mit Blick auf die Haushaltslage und gesellschaftliche Erwartungen wird die Landesregierung NRW vermutlich weitere Begründungen für vergleichbare Ausgaben liefern müssen.
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