NRW ruft im Oktober 2026 zur großen Reparatur-Aktion auf: Über 4.000 Reparaturen sind das Ziel, gefeiert wird beim Repair & Share Festival in Wuppertal.
Kaputtes Handy, löchrige Jeans oder der Toaster, der einfach nicht mehr will? In NRW soll genau das bald kein Grund mehr sein, direkt neu zu kaufen. Im Oktober 2026 sind alle Menschen in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, ihre Sachen reparieren zu lassen – und zwar möglichst viele. Das Ziel: mehr als 4.000 dokumentierte Reparaturen innerhalb eines Monats. Organisiert wird die Aktion vom CSCP im Rahmen der Circular Week 2026, gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus ganz NRW.
Egal ob kleine Elektrogeräte, Fahrräder, Möbelstücke oder Kleidung: Bei der Initiative zählt jede Reparatur. Die Idee dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll – zeigen, wie viele Produkten an nur einem Tag oder in einem Monat ein zweites Leben geschenkt werden könnte, wenn Reparieren zum Standard statt zur Ausnahme wird. Reparaturinitiativen aus der ganzen Region machen mit und bringen ihr Know-how ein, damit das Thema für alle sichtbar und greifbar wird.
Der große Showdown findet dann beim Repair & Share Festival am 31. Oktober 2026 in Wuppertal statt, in der Utopiastadt und den Wiesenwerken. Dort wird nicht nur die Abschlussfeier des NRW-Reparatur-Versuchs gefeiert, das Festival ist gleichzeitig auch der Schlusspunkt der Circular Week 2026 und des FAB-Region-Projekts. Besucher können eigene kaputte Gegenstände mitbringen und direkt vor Ort an Reparaturaktionen teilnehmen. Dazu gibt’s Second-Hand-Angebote, Workshops und Mitmach-Aktionen für jedes Alter. Die Teilnahme am Festival ist kostenfrei, gesprochen wird Deutsch und Englisch.
Beim Festival soll außerdem ein Pilotprojekt für sogenannte Reparatur-Hubs vorgestellt werden. Die Idee: Ehrenamtliche Reparaturinitiativen und professionelle Reparaturbetriebe sollen besser zusammenarbeiten, damit Reparieren im Alltag einfacher wird. Laut CSCP soll das Festival zeigen, wie Kreislaufwirtschaft – also Wiederverwenden, Teilen und Reparieren statt Wegwerfen – ganz praktisch aussehen kann.
Dass Reparieren in NRW schon lange gelebt wird, zeigt ein Blick in die Städte. In Gelsenkirchen zum Beispiel öffnet jeden dritten Mittwoch im Monat das Repair Café im Meyer56 am Ernst-Käsemann-Platz seine Türen. Dort kannst du bei einer Tasse Kaffee zuschauen, wie deine kaputten Kleingeräte oder Klamotten wieder in Schuss gebracht werden – komplett kostenfrei, auch wenn’s keine Garantie auf Erfolg gibt. Gesucht werden dort übrigens auch immer Helfer, die Lust am Werkeln haben. Ähnliche Repair Cafés gibt es auch in Mülheim an der Ruhr und in Witten, wie aus regionalen Veranstaltungsübersichten hervorgeht.
Genau solche Orte sind das Rückgrat der großen NRW-Aktion im Oktober: Viele kleine, ehrenamtliche Reparatur-Treffs, die zusammengenommen eine riesige Wirkung entfalten können. Wer also noch was Kaputtes zu Hause rumliegen hat, findet in NRW mit ziemlicher Sicherheit ein Repair Café in der Nähe, das weiterhilft.
Die Reparatur-Bewegung in NRW zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht kompliziert sein muss. Mit Initiativen wie dem Repair & Share Festival in Wuppertal und den vielen lokalen Repair Cafés quer durchs Land wird aus einer Umweltidee ganz praktischer Alltag – und am Ende profitieren Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen.
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