Bundesweiter Aktionstag gegen Abschiebungen: Auch an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf waren am 24.
Für den 24. Oktober 2026 waren bundesweit Demonstrationen gegen Abschiebungen angekündigt, darunter auch Protestaktionen an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf. Wie das Portal Labournet berichtet, rief das Bündnis Welcome United unter dem Motto „Bundesweit gegen Abschiebewahn“ zu zeitgleichen Protesten an mehreren Flughafenstandorten auf. Neben den beiden NRW-Flughäfen waren laut dem Aufruf auch Aktionen in München, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Berlin geplant.
Nach Angaben von Labournet sollte die Demonstration am Flughafen Köln/Bonn am 24. Oktober um 14 Uhr im Terminal 1 stattfinden. Am Flughafen Düsseldorf war eine Kundgebung zur selben Uhrzeit im Terminal B geplant. Parallel dazu waren weitere Aktionen angesetzt: in Frankfurt um 14 Uhr im Terminal 1, in München um 16 Uhr im MAC-Forum, in Hannover um 14 Uhr am Steintor, in Leipzig/Halle um 13 Uhr in der Haupthalle sowie in Berlin am BER um 15 Uhr.
Die beteiligten Gruppen organisierten sich laut Labournet jeweils lokal, vernetzten sich aber bundesweit zu dem gemeinsamen Aktionstag. Inhaltlich richtete sich der Protest gegen die Abschiebepraxis, die Ausweitung der Abschiebehaft sowie gegen Pläne für den Bau neuer Abschiebeterminals. Wie der Hessische Flüchtlingsrat in einer Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026 erklärte, kritisierten die Initiativen zudem die politischen Prioritäten der Bundesregierung. Während im Sozial- und Gesundheitsbereich über Einsparungen diskutiert werde, flössen gleichzeitig erhebliche öffentliche Mittel in Abschiebungen und die dafür notwendige Infrastruktur, so die Kritik der Organisatoren laut dieser Mitteilung.
Der Flüchtlingsrat verwies außerdem darauf, dass auch Kooperationen mit Drittstaaten zum Zwecke der Abschiebung sowie die Folgen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems Gegenstand der Proteste waren. Der Aufruf von Welcome United richtete sich konkret gegen das, was die Initiative als Brutalisierung der Abschiebepraxis bezeichnete.
Die Aktionen an den verschiedenen Flughafenstandorten fanden laut Labournet unabhängig voneinander, aber unter einem gemeinsamen Motto statt. Die Organisatoren wollten mit dem bundesweiten Schulterschluss auf die unterschiedlichen Protestorte aufmerksam machen und ein gemeinsames Zeichen gegen die aktuelle Abschiebepolitik setzen.
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