RWE will Trainer Uwe Koschinat verlängern: Sportchef Steegmann verrät den Zeitplan und spricht über verletzte Profis und Lucas Brummes neue Rolle bei…
Während Essen gerade erst eine überraschend entspannte Halloween-Nacht hinter sich gebracht hat – wie wir schon in einem früheren Beitrag berichtet haben, gab es trotz jeder Menge Böller keine Verletzten – sorgt jetzt eine ganz andere Meldung aus der Stadt für Gesprächsstoff: Bei Rot-Weiss Essen tut sich was in Sachen Trainer-Zukunft. RWE-Sportchef Marcus Steegmann hat sich in der Halbzeitpause zu mehreren wichtigen Themen geäußert, und das Wichtigste zuerst: Es geht um eine mögliche Verlängerung mit Trainer Uwe Koschinat.
Seit Dezember 2024 ist Uwe Koschinat Cheftrainer bei RWE und hat den Klub seitdem ordentlich nach vorne gebracht. Sein Vertrag läuft eigentlich zum Saisonende aus, aber laut WAZ-Berichterstattung sollen die Gespräche über eine Verlängerung schon laufen. Im Gespräch ist wohl erstmal eine Verlängerung um eine Spielzeit – genau wie im letzten Jahr, als die Verlängerung im Dezember bei der Mitgliederversammlung bekanntgegeben wurde.
Und die Zahlen sprechen für sich: Koschinat übernahm RWE damals auf Platz 18 – also mitten im Abstiegskampf – und machte daraus einen ernsthaften Aufstiegskandidaten. In der vergangenen Saison zog RWE mit 70 Punkten sogar in die Relegation ein, verlor dort aber gegen die SpVgg Greuther Fürth. Aktuell steht der Klub mit 21 Punkten nach elf Spielen auf Platz drei der Tabelle.
Koschinat hatte vor Saisonbeginn ein Etappenziel ausgegeben: mindestens 20 Punkte aus den ersten zwölf Spielen. Das hat RWE – trotz großem Umbruch im Kader und einigen Ausfällen – schon vorzeitig geschafft. Auch defensiv läuft’s deutlich besser: Nach dem bitteren 5-Gegentore-Spiel zum Saisonauftakt in Saarbrücken kassierte RWE in den folgenden zehn Partien nur noch acht Gegentreffer. Torhüter Jakob Golz hielt dabei schon fünfmal die Null – genauso oft wie in der kompletten vergangenen Saison.
Insgesamt stand Koschinat bislang in 82 Partien an der Seitenlinie von RWE und kommt dabei auf einen starken Punkteschnitt von 1,89. Hochgerechnet auf eine ganze Saison wäre das ein Schnitt, der locker zum Aufstieg reichen könnte. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen am liebsten schnell verlängern wollen.
Neben der Trainerfrage ging es bei Steegmanns Äußerungen in der Halbzeitpause auch um die Rückkehr verletzter Profis – ein Thema, das die RWE-Fans natürlich besonders interessiert, schließlich hat der Klub schon einen ordentlichen Umbruch und zahlreiche Ausfälle verkraften müssen. Zudem wurde über eine neue Rolle für Lucas Brumme gesprochen.
Das große Ziel bleibt natürlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort spielte RWE zuletzt in der Saison 2006/07. Danach verpasste der Klub die Qualifikation für die neue 3. Liga, stürzte bis in die Oberliga ab und brauchte ganze 15 Jahre, um zurück in den Profifußball zu finden. Unter Koschinat ist die 2. Liga jetzt so nah wie lange nicht mehr – entsprechend groß ist das Interesse an einer schnellen Vertragsverlängerung.
Ob die Verlängerung tatsächlich bald offiziell verkündet wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Bei RWE herrscht aktuell Aufbruchstimmung – sowohl sportlich als auch hinter den Kulissen.
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