Schienenersatzverkehr Hagen-Wuppertal-Köln: Probleme, Pendler-Erfahrungen, Bilanz und Ausblick.
Seit dem 6. Februar 2026 ist die Zugstrecke Hagen–Wuppertal–Köln wegen einer geplanten, fünfmonatigen Generalsanierung gesperrt. Der Schienenersatzverkehr (SEV) – vor allem durch Busse – sorgt wiederholt für Diskussionen und Kritik, insbesondere bei Pendlern, die auf funktionierende und zuverlässige Verbindungen angewiesen sind. Wuppertaler Rundschau
Nach dem Start der Baumaßnahmen sind in Wuppertal sämtliche Züge aus dem Verkehr gezogen und durch einen groß angelegten Busnotverkehr ersetzt worden. Etwa 200 Busse sollen dafür sorgen, dass die Strecke überbrückt wird. Diese SEV-Busse benötigen – je nach Verkehrslage – mehr als viermal so lange wie die ursprünglichen Zugverbindungen. Pendlerinnen und Pendler berichteten von überfüllten Bussen, erheblichen Verspätungen und defekten Fahrzeugen am ersten Montag der Maßnahme. Die geplanten 15-Minuten-Takte wurden, laut Nutzerberichten, oft nicht eingehalten. Die Busse verfügen über WLAN und Ladestationen, jedoch nicht über Toiletten.
Die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen-Wuppertal-Köln ist notwendig geworden, da die Strecke marode ist. Allerdings wurde bereits im Vorfeld Kritik laut, weil veraltete Stellwerke bei der Sanierung nicht mit einbezogen werden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bat beim offiziellen Start um Entschuldigung und sprach von einer Zumutung für Pendler. Die Bahn und ihr Tochterunternehmen DB InfraGO betonen den logistischen Kraftakt des Projekts.
Der SEV betrifft zentrale Pendlerachsen von NRW und sorgt in den ersten Wochen für große Verunsicherung bei Nutzerinnen und Nutzern. Probleme betreffen vor allem die Anbindung an die Städte Düsseldorf und Köln, da auch hier die Ausschilderung der Haltestellen laut Fahrgästen als unübersichtlich geschildert wurde. Die Bahn bewertet den Start des Ersatzverkehrs als grundsätzlich gelungen, gesteht aber Anlaufprobleme und bittet um Geduld.
Die Sanierungsarbeiten der Linie Hagen–Wuppertal–Köln sind auf fünf Monate ausgelegt. Die ersten zwei Wochen galt ein vollständiger SEV auf allen zehn Linien. Danach sollen einzelne Abschnitte wieder schrittweise ans Zugnetz angebunden werden. Wann sich der Betrieb des Ersatzverkehrs normalisiert, bleibt aktuell offen.
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