Ursula Mecklenbrauck wird als erste Polizeibeauftragte NRW vorgestellt. Alle Fakten und Hintergründe zum neuen Amt im Überblick.
Nordrhein-Westfalen bekommt erstmals eine unabhängige Polizeibeauftragte: Ursula Mecklenbrauck wurde von den Fraktionen von CDU und Grünen als erfahrene Juristin und Führungspersönlichkeit vorgestellt. Sie steht ab dem 1. Oktober 2026 an der Spitze des neu geschaffenen Amtes im Landtag NRW. Ziel der Einführung ist es, Transparenz, Bürgernähe und eine moderne Fehlerkultur innerhalb der Polizei zu stärken. gruene-fraktion-nrw.de
Der Landtag von NRW hat im März 2025 mit den Stimmen von CDU und Grünen das Gesetz für eine oder einen unabhängigen Polizeibeauftragten beschlossen. Ab Oktober 2026 wird Ursula Mecklenbrauck diese Aufgabe übernehmen. Sie war zuvor als Polizeipräsidentin in Krefeld tätig und hat im Innenministerium grundlegende Reformen der Polizeistrukturen mitgestaltet. Die Polizeibeauftragte kann künftig Hinweise, Beschwerden und Klärungsbedarfe direkt entgegennehmen – sowohl von Bürgerinnen und Bürgern als auch von Polizeiangehörigen, ohne dass dafür der Dienstweg eingehalten werden muss.
Laut Wibke Brems, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, wird die neue Stelle einen wichtigen Beitrag zu einer bürgerorientierten und professionellen Polizei mit moderner Fehlerkultur leisten. Ziel ist eine niedrigschwellige, direkte und vertrauensvolle Anlaufstelle, die als Aufklärerin, Vermittlerin und zugleich Warnsystem agiert. Auch im parlamentarischen Kontext bringt die unabhängige Aufarbeitung von Vorgängen und Einblick in Polizeiarbeit einen Mehrwert. gruene-fraktion-nrw.de
Die Polizeibeauftragte erhält umfassende Befugnisse: Sie kann Einsicht in relevante Akten nehmen und sachverständige Personen sowie Zeuginnen und Zeugen anhören. Das Amt dient als direkter Ansprechpartner sowohl für die Bevölkerung bei Problemen im Umgang mit Polizeibehörden als auch für Polizeipersonal bei innerdienstlichen Anliegen. Dieser Ausbau von Beschwerdemanagement und Dialog wurde über Jahre – insbesondere auf Initiative der Grünen – gefordert und nun umgesetzt.
Mit dem Start des neuen Amts wird ein weiteres Vorhaben der schwarz-grünen Regierungskoalition Realität. In anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind vergleichbare Stellen bereits etabliert und haben sich bewährt. In NRW soll so das Vertrauen in die Polizei weiter gestärkt und ein modernes, transparentes Miteinander zwischen Gesellschaft und Polizeibehörden gewährleistet werden. CDU NRW-Fraktion
Die Unabhängige Polizeibeauftragte und ihr Team nehmen zum 1. Oktober 2026 die Arbeit auf. Ihr erklärtes Ziel ist es, mit Empathie, Offenheit und im engen Austausch das hohe Vertrauen in die Polizei in Nordrhein-Westfalen zu bewahren und weiter auszubauen. Die Stelle will auch auf Situationen reagieren, in denen ein unabhängiger Blick von außen und Vermittlung notwendig werden. Damit wird ein neues Kapitel in der Fehlerkultur und Bürgernähe der Polizei NRW aufgeschlagen.
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