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Zahl der Unfälle auf Schulwegen steigt: Hauptprobleme und Lösungen
11. Juni 2026

Zahl der Unfälle auf Schulwegen steigt: Warum Radwege, Elterntaxis und sichere Querungen im Fokus stehen.

Im ersten Halbjahr 2025 ist die Zahl der Verkehrsunfälle auf Schulwegen von Kindern und Jugendlichen bundesweit um rund 5 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es von Januar bis Juni 42.303 Unfälle – das sind deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.

Worum es geht

Der kontinuierliche Anstieg der Schulwegunfälle sorgt für große Besorgnis. Besonders häufig sind ältere Schülerinnen und Schüler betroffen, die auf dem Weg zu weiterführenden Schulen sind.

Die wichtigsten Fakten

Im ersten Halbjahr 2025 wurden bundesweit 42.303 Schulwegunfälle registriert, gegenüber 40.416 Fällen im Vergleichszeitraum 2024. Die meisten Unfälle pro 1.000 Versicherte gab es in Niedersachsen (6,4), am seltensten in Berlin (3,2). 43 Prozent der Unfälle geschahen beim Radfahren, knapp 11 Prozent mit dem Auto und 9 Prozent als Fußgänger.

Hintergrund: Ursachen und Herausforderungen

Die Unfallversicherung sieht die Gründe vor allem in fehlenden Fahrradwegen, komplizierten Straßensituationen ohne Ampeln oder Zebrastreifen sowie stark befahrenen Straßen. Laut einer DGUV-Umfrage nannten 56 Prozent der Eltern fehlende Radwege als größte Herausforderung. Das Überqueren von Straßen ohne sichere Querung war für 51 Prozent ein Problem, 38 Prozent fürchteten stark befahrene oder mehrspurige Straßen.

Einordnung für NRW

Wie auch im Bundestrend zeigte sich das Problem in Nordrhein-Westfalen besonders deutlich: Viele Unfälle passieren, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Der Trend zum sogenannten „Elterntaxi“ sorgt laut DGUV für chaotische und unsichere Verkehrssituationen rund um Schulgebäude und gefährdet „alle – unabhängig davon, wie sie zur Schule kommen“, wie der Hauptgeschäftsführer der Gesetzlichen Unfallversicherung, Stephan Fasshauer, betont (Tagesspiegel).

Ausblick und Lösungsansätze

Die DGUV rät dazu, Kinder früh zur eigenständigen Bewältigung des Schulwegs zu befähigen. Verkehrsraum und Straßengestaltung müssen kindgerecht und fehlertolerant werden. Neben Tempo 30 und verkehrsberuhigten Bereichen wurden gut sichtbare Querungsstellen und spezielle Elternhaltestellen in der Nähe der Schulen als effektive Maßnahmen genannt. Schulwegepläne, die sichere Routen und Gefahrenstellen kennzeichnen, sollten Schulen und Gemeinden öfter und konsequenter einsetzen.

Quellen

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