16 Einsätze in nur 24 Stunden: Die Feuerwehr Herdecke kämpfte gegen Unwetter, umgestürzte Bäume und einen Wohnungsbrand. Alle Details im Überblick.
Krasses Wochenende für die Feuerwehr Herdecke: Zwischen Freitagmittag und Samstagnachmittag musste die Truppe gleich 16 Mal ausrücken.1 Ein Wohnungsbrand, elf Unwetter-Einsätze, zwei Ölspuren, eine Tragehilfe und eine Person in Notlage – da war echt für jeden was dabei. Zu Spitzenzeiten waren sogar 30 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz.1
Los ging’s schon um 13:59 Uhr in der Straße Auf der Helle. Gemeldet wurde ein massiver Baum, der angeblich auf ein Haus zu stürzen drohte.1 Vor Ort stellte sich raus: Ein Ast war bereits abgebrochen und entfernt, der Eigentümer hatte schon ein Fachunternehmen für die Folgewoche beauftragt. Ein Baumfachmann der Feuerwehr gab trotzdem Entwarnung.1
Richtig unschön wurde es dabei aber am Einsatzort selbst: Ein Autofahrer quetschte sich trotz Blaulicht am stehenden Löschfahrzeug vorbei und beschädigte es dabei.1 Polizei und Einsatzführungsdienst mussten den Unfall aufnehmen. Die Feuerwehr macht dazu klar: Steht ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht da, darf man an der Stelle nicht einfach vorbeifahren – die Einsatzkräfte werden sonst richtig gefährdet.1
Gegen 15:36 Uhr kam noch eine Ölspur im Bereich Westende dazu, verursacht durch einen technischen Defekt an einem Zustellerfahrzeug.1 Aber das war erst der Anfang – ab 19:39 Uhr ging die eigentliche Unwetterlage los. Die Feuerwehr musste ihre Einsatzzentrale besetzen und zusätzlich einen Lagedienstführer einsetzen.1
In der Bahnhofstraße stürzte ein Baum direkt auf ein Auto, die Person im Wagen saß fest und traute sich nicht raus. Die Feuerwehr befreite sie und räumte das Fahrzeug frei.1 An der Wetterstraße/Am Südhang drohten gleich zwei Bäume auf die vielbefahrene Straße zu kippen – die Straße musste komplett gesperrt werden, bis ein Fachunternehmen die Bäume entfernt hatte.1
Auch an der Gederner Straße war ordentlich was los: Reihenweise kleinere Bäume waren umgekippt, an der Stadtgrenze traf man sogar auf die Kollegen der Feuerwehr Witten, die dort ebenfalls im Einsatz waren.1 Ein Telefonmast wurde durch den Sturm beschädigt, die Straße musste komplett gesperrt werden – was bei manchen Autofahrern für Unverständnis sorgte.1
Nebenbei mussten noch umgestürzte Bauzäune wieder aufgerichtet werden, und die Feuerwache selbst wurde vorsorglich mit eigenen Hochwasserschutzelementen gegen eindringendes Wasser im Untergeschoss abgesichert.1 Erst um 23:45 Uhr war für die Unwettereinsätze erstmal Schluss.
Richtig durchschlafen konnte aber niemand: Um 1:21 Uhr folgte der nächste Unwetter-Einsatz im Bergweg, wo ein Baum ein Auto beschädigt hatte – Freilegen, Baum zersägen, Scheibe mit Folie sichern.1 Um 7:59 Uhr gab’s eine Tragehilfe in der Waldstraße, um 9:24 Uhr musste erneut eine Ölspur abgestreut werden, diesmal am Kalkheck.1 Und auch tagsüber ging’s weiter: Um 10:43 Uhr ein umgestürzter Baum im Ostender Weg, um 15:09 Uhr nochmal einer am Wittbräucker Waldweg, der mit der Motorsäge beseitigt wurde.1
16 Einsätze in nicht mal 24 Stunden – das zeigt eindrucksvoll, wie heftig das Unwetter Herdecke erwischt hat. Neben dem ganzen Sturm-Chaos sorgte auch der respektlose Umgang mancher Autofahrer mit den Einsatzkräften für Ärger. Umso wichtiger: Wenn ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht steht, bitte immer genug Abstand halten und nicht vorbeidrängeln – die Feuerwehrleute brauchen den Platz, um ihre Arbeit sicher zu machen.
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