Graffiti-Wochenende in Dortmund eskaliert: Vier Jugendliche erwischt, dabei auch Hakenkreuz-Schmiererei und ein Messer.
Halloween-Wochenende mal anders: Statt Süßes oder Saures gab’s in Dortmund gleich zwei Polizeieinsätze wegen Graffiti-Sprayern. Und die Sache hat’s ziemlich in sich, denn bei einer der Aktionen ist es nicht bei harmlosen Schriftzügen geblieben.1
Am Samstagnachmittag (31.10.) hat ein aufmerksamer Zeuge die Polizei informiert: Auf einem Garagenhof an der Siegburgstraße sprühen mehrere Jugendliche Graffitis. Die Beamten waren schnell vor Ort und haben eine Gruppe aus drei Dortmundern im Alter von 13, 14 und 15 Jahren angetroffen.1
Richtig heftig wird’s dann aber bei dem, was die drei da eigentlich gesprüht haben: Unter anderem war ein Hakenkreuz dabei, das die Polizei direkt unkenntlich gemacht hat. Bei der Durchsuchung der Rucksäcke kam außerdem noch ein Pfefferspray und ein Messer zum Vorschein – beides wurde sichergestellt.1
Mit dem Okay der Eltern ging’s für die drei Jungs anschließend zur erkennungsdienstlichen Behandlung. Und damit nicht genug: Im Zuge der Ermittlungen kam raus, dass es nur unweit entfernt noch ein weiteres Graffiti gibt. Auf dem Basketballplatz an der Friedrich-Naumann-Straße wurden ebenfalls rechtsradikale Symbole hinterlassen. Der Staatsschutz ist jetzt eingeschaltet und prüft, ob die beiden Taten zusammenhängen.1
Bei der Vernehmung der drei Tatverdächtigen sind außerdem Hinweise auf eine weitere Straftat vom 15. Oktober aufgetaucht. Auch dazu laufen jetzt die Ermittlungen.1
Kaum waren die drei Jugendlichen wieder bei ihren Eltern, ging bei der Polizei schon der nächste Notruf wegen eines Graffitisprayers ein. Gegen 1 Uhr nachts am 1. November meldete ein Bürger eine Person, die an der Unterführung der S-Bahnhaltestelle Dortmund-Körne ein großflächiges Graffiti sprüht.1
Die Einsatzkräfte waren fix zur Stelle und konnten in der Nähe einen 16-jährigen Dortmunder antreffen – an Körper und Kleidung noch mit frischer Farbe bekleckert. Das Graffiti in der Unterführung war mit 2,5 mal 8 Metern alles andere als klein, und die Farbe am Jugendlichen passte exakt zu den Farben des Kunstwerks.1
Auch er wurde nach Absprache mit seinen Erziehungsberechtigten erkennungsdienstlich behandelt und anschließend den Eltern übergeben.1
Zwei Einsätze, vier Jugendliche, jede Menge Ärger – so lässt sich das Dortmunder Graffiti-Wochenende wohl am besten zusammenfassen. Während der 16-Jährige sich wohl vor allem wegen Sachbeschädigung verantworten muss, wiegt die Sache bei den drei jüngeren Jungs deutlich schwerer. Hakenkreuze und rechtsradikale Symbole sind kein Kavaliersdelikt, und der Staatsschutz hat jetzt alle Hände voll zu tun, um die Zusammenhänge zwischen den Taten aufzuklären. Mal schauen, was die Ermittlungen noch zutage fördern.1
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