Ausstellung im TMD Düsseldorf zeigt ab 05.11.2026 die Geschichte des Schauspielhauses Düsseldorf von 1904 bis 1947 anhand über 60 historischer Objekte.
Ab dem 05. November 2026 könnt ihr im TMD Theatermuseum Hofgartenhaus Düsseldorf in die Geschichte des Schauspielhauses Düsseldorf eintauchen. Die Ausstellung mit dem Titel „1904 bis 1947: Wandel zwischen Aufbruch & Archiv“ nimmt euch mit auf einen Blick hinter die Kulissen einer echten Theater-Institution. Wie der Veranstalter auf Rausgegangen schreibt, zeigt die Schau, wie das 1904 gegründete Schauspielhaus sowohl den Aufbruchsgeist der Moderne in Düsseldorf verkörperte als auch dessen dunkle Seiten erlebte.
Gegründet wurde das Schauspielhaus Düsseldorf 1904 von Louise Dumont und Gustav Lindemann. Laut den Angaben des Museums war das Projekt alles andere als gewöhnlich: Dumont, eine europaweit gefragte Schauspielerin, und Lindemann, Theaterleiter und Regisseur, waren mit dem Zustand der damaligen darstellenden Kunst unzufrieden und wollten das deutsche Theater reformieren. Dazu gehörten längere Probenzeiten für bessere Inszenierungen, neue Ansätze bei Bühnenbild und Kostümdesign sowie eine eigene Schauspielschule. Mithilfe von Düsseldorfer Industriellen konnte das Haus 1905 eröffnen und galt schnell als Meilenstein der deutschen Theater- und Kulturgeschichte. Der Neubau an der Kasernenstraße stammte vom Architekten Bernhard Sehring.
Die Ausstellung blendet dabei auch nicht die dunklen Kapitel aus: Der Antisemitismus der Nationalsozialisten führte zur Schließung des Theaters. Erst mit der Gründung des Archivs im Jahr 1947 keimte wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf.
Wer die Ausstellung besucht, begegnet mehr als 60 historischen Objekten, die Einblicke in das Leben der Menschen am Schauspielhaus geben. Laut Veranstalter reicht die Bandbreite von einer Teekanne über Bühnenbilder und Fotografien bis zu Gipsbüsten und sogar Verwarnungen für zu spät erschienene Schauspieler – präsentiert in einem überdimensionierten Setzkasten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Kostümdesign des Hauses. Ein Fächer etwa steht stellvertretend für den Feminismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind außerdem Werke von August Macke, Gustav Wunderwald und Gertrud Klihm sowie zeitgenössische Arbeiten von Hanna Pakhmutova und Christoph Westermeier. Ein kostenloses Begleitheft liefert Hintergrundinfos zu allen Exponaten.
Die Ausstellung läuft donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr, freitags bis 21 Uhr, im TMD Theatermuseum Hofgartenhaus Düsseldorf, Jägerhofstraße 1, 40479 Düsseldorf. Der Eintritt kostet laut Veranstalter 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Für alle bis 21 Jahre ist der Besuch inklusive Programmheft und einer Beilage namens „Punk 50“ kostenlos.
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