Mit Stockhausens „Inori“ eröffnete das NOW!-Festival in der Philharmonie Essen: Zwei Solisten, 80 Minuten Gebetsgesten und Musik als Transzendenz-Erlebnis.
Mit dem Werk „Inori“ von Karlheinz Stockhausen wurde am 30. Oktober 2026 um 19:00 Uhr im Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen das Festival NOW! für Neue Musik offiziell eröffnet. Wie klassik-heute.de berichtet, bedeutet „Inori“ im Japanischen so viel wie „Anbetungen“ – und genau darum geht es in dem rund 80-minütigen Stück: Zwei Solist*innen stellen choreografisch und mimetisch Gebetsgesten aus unterschiedlichsten Kulturen und Epochen dar, während die Musik dazu aus den Strukturen der Partitur erwächst. Musik wird zum Gebet und umgekehrt.
Die Wahl von „Inori“ als Eröffnungsstück passt zum diesjährigen Festival-Thema „Transzendenz“. Laut der Neuen Philharmonie Westfalen zeigt sich gerade in diesem Werk das wahre Wesen der Musik, wie es auch Stockhausen selbst verstand. Das Stück verbindet Spiritualität und Musik auf besondere Weise und spiegelt laut klassik-heute.de die Spiritualität des Komponisten auf einzigartige Weise wider.
Für die Aufführung stand die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Wolfgang Lischke auf der Bühne, einem der renommiertesten Stockhausen-Kenner. Im Mittelpunkt standen die beiden Solist*innen Winnie Huang und Diego Vásquez. Als weitere Solisten wirkten Patricia Martins am Klavier und Michael Pattmann am Rin mit, die Klangregie übernahm Florian Zwissler. Vor dem Konzert fand um 18:00 Uhr eine Einführung statt, bei der Prof. Günter Steinke mit Suzanne Stephens-Janning und Kathinka Pasveer von der Stockhausen-Stiftung für Musik ins Gespräch kam.
Das Festival NOW! lief vom 24. Oktober bis zum 7. November 2026 und wurde von der Philharmonie Essen gemeinsam mit der Folkwang Universität der Künste, dem Landesmusikrat NRW und der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr e.V. ausgerichtet. Möglich gemacht wurde es durch die Förderung der Kunststiftung NRW, des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Ernst von Siemens Musikstiftung. Insgesamt gab es 13 Veranstaltungen, von Raumklangerlebnissen über Orchesterkonzerte bis hin zu Workshops und Performances. Wie klassik-heute.de berichtet, waren sechs Uraufführungen sowie eine deutsche Erstaufführung Teil des Programms.
Nach Angaben der Neuen Philharmonie Westfalen erwartete die Besucher*innen außerdem eine Beethoven-Hommage des Remix-Pioniers Pierre Henry. Auch dem französischen Komponisten Mark Andre, dessen Werke von seinem tiefen Glauben geprägt sind, wurde ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Den Abschluss des Festivals bestritten die Bands „International Music“ und „The Dorf“.
Mit dem NOW!-Festivalpass für 30 Euro gab es für alle Veranstaltungen Karten zum vergünstigten Preis von jeweils 7 Euro – die Vergünstigung galt für eine Karte pro Veranstaltung und Festivalpass. Laut klassik-heute.de waren Festivalpass und ermäßigte Karten im TicketCenter der TUP sowie an der Kasse des Aalto-Theaters erhältlich, eine Online-Buchung des Festivalpasses war nicht möglich. Einzelkarten kosteten jeweils 17 Euro und konnten zusätzlich telefonisch oder online gebucht werden.
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