Statt 5000 jetzt 15.000 Teilnehmende: Die „Gen Z regelt“-Demo in Köln wächst rasant. Alle News zu Route, Sicherheitslage und Polizeieinsatz an Halloween.
Die „Gen Z regelt“-Demo am Halloween-Samstag nimmt nochmal richtig Fahrt auf. Hattet ihr schon vom geplanten Großeinsatz in Köln gehört? Wir haben in einem früheren Beitrag berichtet, dass sich die Stadt auf rund 5000 Teilnehmende vorbereitet. Jetzt gibt’s ein fettes Update: Der Organisator hat mittlerweile 15.000 Personen für die Demo angemeldet.1 Das hat die Polizei Köln auf Nachfrage bestätigt.
Grundlage für die neue Zahl ist ein Zähler auf der Webseite der Initiative, bei dem Leute angeben können, ob sie mitlaufen wollen. Stand Mittwochnachmittag standen da schon 12.719 Zusagen.1 Ob am Ende wirklich so viele Menschen auf die Straße gehen, steht aber noch in den Sternen – die Zusagen seien „keine Garantie“, heißt es sogar auf der Webseite selbst.1
Neu ist außerdem: Ursprünglich war nur eine Kundgebung auf dem Heumarkt geplant. Jetzt wurde zusätzlich ein Aufzug angemeldet, die Route wird aber noch festgelegt.1 Das heißt für euch: Wenn ihr am Samstag in der Kölner Innenstadt unterwegs seid, könnte es an verschiedenen Stellen zu Einschränkungen kommen – nicht nur rund um den Heumarkt.
Die Proteste sind ein bundesweites Ding: Mehr als 146.000 Menschen haben ihre Teilnahme für Demos in 32 Städten angekündigt.1 Losgehen soll überall gleichzeitig um 14 Uhr. In Köln rufen unter anderem Vertreter von Linken und Grünen über Instagram zur Teilnahme auf.1
Worum geht’s eigentlich bei der ganzen Aktion? Die Initiative orientiert sich an den teils gewaltsamen Jugendprotesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Gefordert werden mehr Geld für Bildung, Suchthilfe und Psychotherapie, ein bezahlbares Leben, ein klares „Nein“ zur Wehrpflicht sowie mehr Klimaschutz.1 Mitinitiator Akram Selo hat klargestellt: „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Art von Gewalt.“1
Wie schon in unserem letzten Beitrag erwähnt, steht die Kölner Polizei im engen Austausch mit Sicherheitsbehörden von Bund und Land und hat einen Großeinsatz geplant, um sowohl das Recht auf friedlichen Protest zu schützen als auch möglichen Ausschreitungen vorzubeugen.2 Eine Bürger-Hotline wurde eingerichtet, damit sich Betroffene während des Einsatzes melden können.2 Ein Polizeisprecher bezeichnet die Kölner Demo mit Blick auf die Ereignisse in anderen Ländern als „besonders“.1
Dazu kommt: Laut NRW-Verfassungsschutz mobilisieren auch Akteure aus dem linksextremistischen Spektrum sowie dem auslandsbezogenen Extremismus für die Proteste.1 NRW-Innenminister Herbert Reul hat eine klare Ansage gemacht: „Proteste sind legitim, Randale werden wir stoppen.“1 Für den 31. Oktober sollen deshalb „in größtmöglichem Umfang Kräfte der Bereitschaftspolizei“ zur Verfügung stehen.1
Nicht nur die Polizei macht sich bereit – auch Gastronomen in der Innenstadt rüsten sich für den Tag. Einige wollen ihre Außenbereiche schließen oder leichtes Mobiliar in Sicherheit bringen.1 Die Stadt hat außerdem den Heumarkt am Samstag zur Sperrzone für Leihfahrzeuge erklärt – Leihroller und Co. dürfen dort weder ausgeliehen noch abgestellt werden.1 Mit weiteren Einschränkungen in der Innenstadt ist definitiv zu rechnen.
Ob die Demo am Ende friedlich über die Bühne geht oder nicht, wird sich erst am Samstag zeigen. Fest steht: Mit 15.000 angemeldeten Teilnehmenden und einem zusätzlichen Aufzug wird in Köln definitiv mehr los sein als ursprünglich gedacht. Wenn ihr an Halloween in der Innenstadt unterwegs seid, plant lieber etwas mehr Zeit ein und checkt vorher nochmal, welche Straßen gesperrt sein könnten.
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