Spatenstich in Hövelhof: Rund 2100 Adressen im Kreis Paderborn bekommen Glasfaser. Alle Infos zum 21,7-Millionen-Euro-Projekt und den beteiligten Kommunen.
Schnelleres Internet für den Kreis Paderborn – mit einem Spatenstich in Hövelhof ist der nächste Bauabschnitt des geförderten Glasfaserausbaus gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen rund 2.100 bislang unterversorgte Adressen ans schnelle Netz angeschlossen werden. Der offizielle Startschuss fiel auf dem Gelände der Mathias Schlotmann GmbH, wie Hochstift Medien berichtet.
Das gesamte Projekt kostet satte 21,7 Millionen Euro. Den größten Teil übernehmen Bund und Land: Der Bund steuert rund 10,9 Millionen Euro bei, das Land NRW rund 7,3 Millionen Euro. Die restlichen 3,5 Millionen Euro tragen die beteiligten Kommunen. Koordiniert wird das kreisweite Projekt vom Amt für Wirtschaft & Tourismus des Kreises Paderborn, das auch die Fördermittel eingeworben und das Ausschreibungsverfahren durchgeführt hat.
Am Ausbau beteiligt sind die Städte und Gemeinden Paderborn, Lichtenau, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Hövelhof, Salzkotten und Büren. Ziel ist es, sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen in diesen Kommunen an das Glasfasernetz anzubinden und so Versorgungslücken zu schließen.
Gefördert wird der Ausbau über das sogenannte Graue-Flecken-Programm. Wie Radio Hochstift erklärt, richtet sich dieses Programm an Adressen, deren Internetverbindung weniger als 500 Mbit/s im Download oder weniger als 200 Mbit/s symmetrisch erreicht. Eine weitere Voraussetzung: Kein Telekommunikationsunternehmen darf angekündigt haben, die betroffene Region innerhalb der nächsten drei Jahre eigenwirtschaftlich auszubauen. Welche Adressen genau förderfähig sind, wurde vorher in einem vorgeschriebenen Markterkundungsverfahren ermittelt. Das Programm baut auf dem bereits abgeschlossenen Ausbau der sogenannten Weißen Flecken sowie der geförderten Glasfasererschließung einzelner Gewerbegebiete auf.
Dass sich der Ausbau lohnt, zeigen die Zahlen: Jens Kronsbein, Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung Detmold, stellte beim Spatenstich heraus, dass die Glasfaserförderung deutliche Wirkung zeigt. Lag die Glasfaserquote in Ostwestfalen-Lippe 2019 noch unter 5 Prozent, ist sie mittlerweile stark angestiegen. Spitzenreiter in der Region ist der Kreis Paderborn mit einer Versorgungsquote von mehr als 90 Prozent.
Landrat Christoph Rüther betont die Bedeutung des Projekts für die Zukunft der Region: Der konsequente Ausbau des Glasfasernetzes sei eine Investition in die Zukunft, eine leistungsfähige digitale Infrastruktur heute ein entscheidender Standortfaktor für Unternehmen, wirtschaftliche Perspektiven und die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Auch Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens, der als Sprecher der Bürgermeister im Kreis Paderborn auftrat, freute sich über den gemeinsamen Startschuss und hob hervor, dass schnelles Internet ein wichtiger Standortfaktor für die gesamte Region sei.
Von Hövelhof aus wird der Ausbau in den kommenden zwei Jahren schrittweise auf die weiteren beteiligten Kommunen ausgeweitet. Zum offiziellen Start kamen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Kommunen, des Projektträgers des Bundes, des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, der Bezirksregierung Detmold und der Telekom zusammen – ein Signal dafür, wie viele Player am Ende an einem Strang ziehen müssen, damit am Ende tatsächlich schnelles Internet aus der Steckdose kommt.
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