Bettrather Brücke: Abriss startet, B57 drei Wochen gesperrt. Alle Umleitungen und Bau-Infos auf einen Blick.
In Mönchengladbach startet am 27. April der Abriss der Bettrather Brücke, die seit rund 130 Jahren die Hermann-Piecq-Anlage (B57) überspannt. Die B57 bleibt dafür voraussichtlich drei Wochen vollständig gesperrt. Die Brücke wird wegen statischer Probleme durch einen Neubau für Fußgänger und Radfahrer ersetzt. Stadt Mönchengladbach
Ab Montag, 27. April, beginnen die Rückbauarbeiten an der Bettrather Brücke. Die Sperrung umfasst den Bereich zwischen Mozartstraße im Osten und der Rampe zur Viersener Straße im Westen. Die Zufahrt zur Innenstadt über die Rampe bleibt möglich. Der Autoverkehr wird über Bismarckstraße, Rathenaustraße, Fliethstraße, Speicker-Straße und Hittastraße umgeleitet. Die Umleitungen sind ausgeschildert.
Das Bauwerk ist am Ende seines Lebenszyklus angekommen. Da die Brücke aus statischen Gründen für Autos bereits mehrere Jahre gesperrt war, wird sie nun abgerissen und als reine Fußgänger- und Radfahrerbrücke in moderner Stahlbauweise neu errichtet. Die neue Brücke wird eine Länge von 52 Metern haben.
Zunächst wird ein Schutzpolster aus etwa vier Meter starkem Recyclingmaterial unter der Brücke aufgebracht, um Schäden zu vermeiden. Ab dann werden nacheinander die Fahrbahnplatte, Stahlkonstruktionen und Stahlbetonbalken entfernt, gefolgt vom etappenweisen Abtrag des Mauerwerksgewölbes. Zwei 30-Tonnen-Bagger kommen zum Einsatz. Bei erhöhten Erschütterungen wird eine Felsfräse als Alternative verwendet.
Der komplette Ersatz der Brücke ist ein Beispiel für die dringend notwendigen Investitionen in die Infrastruktur. Die Maßnahme wird mit 8,14 Millionen Euro zu 100 Prozent vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Fertigstellung der neuen Brücke ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Bereits im Vorfeld wurden umfangreiche Vorarbeiten wie Böschungssicherung, Grubenverbaue und Kampfmittelsondierung erledigt. Für die neue Brücke stehen bereits 48 Mikropfähle bereit. Während der Sperrung ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, insbesondere Pendler und Anwohner sollten sich auf Umleitungen einstellen. Stadt Mönchengladbach
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