Suchthilfezentrum Köln: Rund um die Uhr Hilfe, Beratung und Konsumräume am Perlengraben geplant.
Der Rat der Stadt Köln hat den Bedarf für ein neues Suchthilfezentrum in der Innenstadt festgestellt und am 5. Februar 2026 die Planungen auf den Weg gebracht. Das Zentrum soll auf dem Grundstück am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen und geht mit einem umfassenden Konzept auf aktuelle Herausforderungen wie den stark gestiegenen Crack-Konsum ein. Ziel ist es, schwerstabhängigen Menschen gezielte Unterstützung und sichere Konsummöglichkeiten zu bieten sowie die offene Drogenszene zurückzudrängen.Stadt Köln
Das neue Suchthilfezentrum soll rund um die Uhr geöffnet sein und zahlreiche Angebote bündeln: Konsumräume, psychosoziale und medizinische Beratung, tagesstrukturierende Maßnahmen sowie Notschlafstellen. Ein abgestimmtes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass alle beteiligten Akteure schnell und koordiniert reagieren können. Ziel ist der Schutz der Anwohnenden – daher soll im öffentlichen Raum künftig kein Drogenkonsum mehr geduldet werden.Stadt Köln
Das Suchthilfezentrum ist Teil des weiterentwickelten Kölner Suchthilfekonzepts. Hintergrund ist die verschärfte Situation der offenen Drogenszene, vor allem durch steigenden Crack-Konsum. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die mit Sucht einhergehenden Schäden für die Betroffenen zu minimieren und das Phänomen offener Drogenszenen einzudämmen.Stadt Köln
Ein Kommunikations- und Beteiligungskonzept ist Bestandteil des Ratsbeschlusses. Damit sollen Anwohnende, Schulen, Nutzer*innen der Einrichtung und andere Betroffene frühzeitig, transparent und kontinuierlich einbezogen werden. Wo es möglich ist, wird Partizipation bei der Ausgestaltung des Angebots, dem Umfeld und dem Zusammenwirken der Akteure ermöglicht. Die Verwaltung richtet zudem einen regelmäßigen Austausch mit weiteren lokalen Akteuren ein.Stadt Köln
Zur Unterstützung der neuen Einrichtung sind weitere Maßnahmen im Umfeld geplant. Um die Aufenthaltsqualität in der Nachbarschaft zu erhöhen, sollen beispielsweise umliegende Spielplätze aufgewertet und häufiger kontrolliert werden. Auch Suchthilfestrukturen und die Suchtprävention werden am Standort ausgebaut.Stadt Köln
Mit dem geplanten Suchthilfezentrum am Perlengraben geht Köln neue Wege und schließt eine bestehende Versorgungslücke für schwerstabhängige Menschen in der Innenstadt. Das Konzept könnte für weitere Städte in Nordrhein-Westfalen Vorbild sein, insbesondere mit Blick auf die Verbindung von Schutz, Prävention und aktiver Bürgerbeteiligung.Stadt Köln
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